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Dänisches Radio-Sinfonieorchester: Fabio Luisi

Fabio Luisi

Dänisches Radio-Sinfonieorchester: Fabio Luisi

Die koreanischen Schwestern Soo-Jin und Soo-Kyung Hong ergänzen sich in Johannes Brahms‘ Konzert mit Violine und Violoncello zur einer "achtsaitigen Riesengeige".

Es sollte eigentlich ein Konzert nur für das Cello werden: für den Cellisten des Joachim-Quartetts. Brahms‘ Freundschaft zum ersten Geiger Joseph Joachim war zu dieser Zeit getrübt, weil bei Joachims Scheidung Brahms Partei für dessen Ehefrau ergriffen hatte. Die Verwandlung von Cellokonzert in ein Doppelkonzert könnte man also als einen Versuch verstehen, die Freundschaft zu Joachim wieder herzustellen. Die Idee funktionierte. Clara Schumann notierte in ihrem Tagebuch: „Joachim und Brahms haben sich seit Jahren zum ersten Mal wieder gesprochen.“ Soo-Jin und Soo-Kyung Hong musizieren seit ihrer Kindheit zusammen und haben im „Trio Con Brio“ im Jahr 2002 den ARD-Musikwettbewerb gewonnen. Sie führen dieses Versöhnungswerk im schwesterlichen Dialog mit dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester und dessen Chefdirigenten Fabio Luisi auf.

Johannes Brahms
Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102

Carl Nielsen
Sinfonie Nr. 3 d-Moll op. 27 „Sinfonia espansiva“

Soo-Jin Hong, Violine
Soo-Kyung Hong, Violoncello
Palle Knudsen, Bariton
Dänisches Radio-Sinfonieorchester
Leitung: Fabio Luisi

Aufnahme vom 1. November 2019 aus dem DR Koncerthuset, Kopenhagen

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Martin Bürkl