Live hören
Jetzt läuft: Suite de Concert g-Moll, op.28 von Sergej Tanejew
00.05 - 06.00 Uhr Das ARD Nachtkonzert

Live: WDR Rundfunkchor - Gurre-Lieder

WDR Rundfunkchor

Live: WDR Rundfunkchor - Gurre-Lieder

Da war Arnold Schönberg selbst überrascht: das Wiener Publikum, das ihn sonst so oft verschmäht hatte, bejubelte den „Bürgerschreck“! Wien war förmlich verliebt in Schönbergs Vertonung der Gurre-Lieder.

„In hundert Augen lauert schon die Schadenfreude: Heute wird man's ihm wieder einmal zeigen, ob er sich's wirklich erlauben darf, zu komponieren wie er will und nicht wie die anderen es ihm vorgemacht haben.“ So beschrieb die „Berliner Zeitung“ die Atmosphäre vor dem Konzert. Schönberg hatte zu dieser Zeit keine große Anhängerschaft. Er war verschrien als der „Skandalkomponist“. Als er das Oratorium 1913 präsentierte, hatte er die Grenzen der Tonalität eigentlich schon weit hinter sich gelassen. Aber die „Gurre-Lieder“ hatte er schon mehr als zehn Jahre vorher angefangen, und so schwelgt das Werk noch in spätromantischem Schönklang. Zur Freude des konservativen Wiener Publikums. Die Fassung von Erwin Stein reduziert den riesigen Orchesterapparat. So wird die Aufführung leichter zu realisieren.

Arnold Schönberg
„Gurre-Lieder“
Oratorium für fünf Gesangssolisten, Sprecher, Chor und großes Orchester, Bearbeitung: Erwin Stein
 
Waldemar: Torsten Kerl
Tove: Julia Borchert
Waldtaube: Deirdre Angenent
Bauer: Heiko Trinsinger
Klaus Narr: Albrecht Kludszuweit
Sprecherin: Marie-Helen Joël
WDR Rundfunkchor
Einstudierung: Robert Blank
Opernchor des Aalto-Theaters
Einstudierung: Jens Bingert
Philharmonischer Chor Essen
Einstudierung: Patrick Jaskolka
Essener Philharmoniker
Leitung: Tomás Netopil        

Live aus der Philharmonie Essen

Moderation: Ulrike Froleyks
Redaktion: Werner Wittersheim