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WDR Rundfunkchor - Die Kunst der Motette

Peter Dijkstra

WDR Rundfunkchor - Die Kunst der Motette

Der niederländische Dirigent Peter Dijkstra ist wieder zu Gast beim WDR Rundfunkchor: Letzten Sommer hat er Chormusik aus seiner Heimat mitgebracht, diesmal erkundet er die Kunst der Motette quer durch die Jahrhunderte.

Bis ins 20. Jahrhundert hinein bleibt die Motette hoch aktuell bei den Komponisten. „Ich glaube, ich habe den besten und glaubwürdigsten Aspekt meiner selbst in meine Chormusik eingebracht“, hat Francis Poulenc gesagt. Erst in den 1930er Jahren begann er, geistliche Chormusik zu schreiben. Anlass war der tödliche Autounfall eines Freundes, der ihn tief getroffen hatte. Poulenc unternahm sogar eine Pilgerreise zur schwarzen Madonna nach Südfrankreich und wandte sich fortan dem katholischen Glauben zu. Seine schlichten und gleichzeitig sehr expressiven Bußzeitmotetten sind Zeugnis von Poulencs neu gewonnener Spiritualität.

Heinrich Schütz
Verleih uns Frieden gnädiglich SWV 372 (aus: geistliche Chormusik 1648)
Gib unsern Fürsten und aller Obrigkeit SWV 373 (aus: geistliche Chormusik 1648)
Unser keiner lebet ihm selber SWV 374 (aus: geistliche Chormusik 1648)

Johann Sebastian Bach
Der Geist hilft unser Schwachheit auf BWV 226
Komm, Jesu, komm BWV 229 

Johannes Brahms
Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen op. 74,1

Maurice Duruflé
Quatre motets sur des thèmes grégoriens op. 10

Pierre Villette
Hymne à la Vierge
Ave verum
Salve regina

Francis Poulenc
Quatre motets pour un temps de pénitence

Aufnahme vom 5. April 2019 aus der Trinitatiskirche, Köln

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Werner Wittersheim