Musik der Zeit [8] Pas de trois

Musik der Zeit [8] Pas de trois

Das Ballett im Werk von Bernd Alois Zimmermann: Nicht nur klanglich nimmt sein „Concerto en forme de pas de trois“ eine Sonderstellung ein. Isabel Mundry baut mit den "Endless Sediments" auf der Denktradition dieses Stückes auf.

Isabel Mundry
Endless Sediments (2018)
für Kammerorchester
(Uraufführung)
Kompositionsauftrag von WDR 3

Das „Concerto en forme de pas de trois“ erschöpft sich nicht in seinen klingenden Oberflächen. Das macht auch Isabel Mundrys im Auftrag des WDR entstandene Nachschrift auf Zimmermanns „Tanz für drei Tänzer“ deutlich. Nicht nur auf die feingliedrigen Saitenklänge Zimmermanns bezieht sie sich dabei, auch auf sein Denken und seine Affinität zum Ballett.

Simon Steen-Andersen
Double Up (2010)
für Sampler und kleines Orchester

Simon Steen-Andersen ergänzt das Programm zum Dreiklang – mit einem Doppel. „Double Up“ zerfällt regelrecht in zwei Hälften: Aus einem Sampler kommen Sprachfetzen und Alltagsgeräusche, die Musiker eines Kammerorchesters transformieren diese akustischen Schnappschüsse. Sie spüren deren musikalischen Qualitäten nach, immer auf der Suche nach dem „vielversprechenden Effekt einer Öffnung für neue Interpretationen und Erfahrungen“ (Steen-Anderson).

Bernd Alois Zimmermann
Concerto en forme de pas de trois (1966)
für Violoncello und Orchester

Eine Mandoline tritt hervor. Dann das wie eine Gitarre traktierte Solocello, dazwischen immer wieder die resonanzreichen Klänge des Zymbals: allein schon klanglich nimmt das „Concerto en forme de pas de trois“ eine Sonderstellung im Werk von Bernd Alois Zimmermann ein.

Mitwirkende:

  • Oren Shevlin, Violoncello
  • WDR Sinfonieorchester
  • Michael Wendeberg, Leitung

Moderation: Michael Struck-Schloen
Redaktion: Harry Vogt