Wiener Philharmoniker - Christoph von Dohnányi

Christoph von Dohnányi

Wiener Philharmoniker - Christoph von Dohnányi

Dirigieren hält jung. Christoph von Dohnányi ist letztes Jahr 90 geworden und steht immer noch am Pult. In seiner langen Karriere hat er schon über 100 Mal mit den Wiener Philharmonikern gearbeitet.

Wien spielt auch eine wichtige Rolle in diesem Konzert. “Wienerisch“ lautet eine Spielanweisung im hochexpressiven Violinkonzert von Alban Berg “Dem Andenken eines Engels“. Es entstand für Manon Gropius, die Tochter Alma Mahlers, die mit gerade mal 18 Jahren an Kinderlähmung starb. In Wien wurde auch Brahms‘ dritte Sinfonie vom Dirigenten Hans Richter uraufgeführt. Er nannte das Stück Brahms‘ “Eroica“ in Anspielung an Beethoven. Doch diese Charakterisierung trifft nur auf die zwei Außensätze zu. In der Mitte des Stückes überwiegt ein sehnsuchtsvoll-melancholischer Ton. Am Anfang dieses Konzerts lässt Christoph von Dohnányi György Ligetis hypnotisches Orchesterstück “Atmosphères“ und Richard Wagners fein gesponnene Lohengrin Ouvertüre nahtlos ineinander übergehen.

György Ligeti
“Atmosphères“ für großes Orchester

Richard Wagner
Vorspiel zum 1. Aufzug der romantischen Oper “Lohengrin“

Alban Berg
Konzert für Violine und Orchester "Dem Andenken eines Engels"

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Rainer Honeck, Violine
Wiener Philharmoniker
Leitung: Christoph von Dohnányi

Aufnahme vom 24. November 2019 aus dem Musikverein, Wien

Moderation: Nicolas Tribes
Redaktion: Michael Breugst