Trio Wanderer - Von Romantik zu Weltschmerz

Trio Wanderer

Trio Wanderer - Von Romantik zu Weltschmerz

Das französische Trio Wanderer startet mit deutscher Klassik à la Haydn, schweift durch Abgründe Schumannscher Romantik und endet mit russischem Weltschmerz bei Rachmaninow

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Seit über dreißig Jahren wandert das französische Klaviertrio gemeinsam auf den Pfaden der klassischen Musik. Der Name Trio Wanderer ist eine Hommage an die deutsche Romantik. Die steht mit Robert Schumanns leidenschaftlichem d-Moll Klaviertrio im Zentrum ihres Konzerts: “Es klingt wie von einem, von dem noch vieles zu erwarten steht,“ schrieb Clara Schumann begeistert in ihr Tagebuch, “so jugendfrisch und kräftig, dabei doch in der Ausführung so meisterhaft.“ Russische Romantik gibt es dann bei Rachmaninows Trio élégiaque. “À la mémoire d’un grand artiste“: in Erinnerung an Tschaikowsky hat Rachmaninow es geschrieben, als er von dessen plötzlichem Tod erfahren hat. Trauer und Verzweiflung, aber auch Lichtblicke im emotionalen Dunkel: diese wechselnden Stimmungen bringt das Trio Wanderer mit vielfältigen Klangfarben zum Ausdruck.

Joseph Haydn
Klaviertrio As-Dur Hob. XV:14

Robert Schumann
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 63

Sergej Rachmaninow
Trio élégiaque Nr. 2 d-Moll op. 9

Trio Wanderer
Vincent Coq, Klavier
Jean-Marc Phillips-Varjabédian, Violine
Raphaël Pidoux, Violoncello

Aufnahme vom 14. Oktober 2019 aus dem Concertgebouw, Amsterdam

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Andrea Zschunke