Platons Gastmahl

Mahler Chamber Orchestra

Platons Gastmahl

Amerikanische Visionen und das Schütteln der Shaker.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Im Jahr 2012 war das Kölner Festival „Acht Brücken“ der „Vision Amerika“ gewidmet. Gleich im Eröffnungskonzert, das auf WDR 3 jetzt noch einmal zu hören ist, wurden mehrere Galionsfiguren der amerikanischen Musik präsentiert. Zwei weltbekannte Vertreter der Minimal Music – Phil Glass und Steve Reich – waren vertreten, die in ihrer „repetitiven“, also mit zahllosen Wiederholungen sowie feinsten Veränderungen bzw. Verschiebungen arbeitenden Musik, höchst unterschiedlichen Konzeptionen folgen. Der große Dirigent und Komponist Leonard Bernstein zeigte in seiner „Serenade“, dass man – Bernsteins Genialität vorausgesetzt – aus der Struktur von Platons Symposion ein veritables Violinkonzert ableiten kann. Und John Adams hat ein Stück geschrieben, bei dem die schüttelnden Bewegungen der sieben Streicher an die Tanzbewegungen der amerikanischen Shaker erinnern.

Phil Glass
Company für Streichorchester

Leonard Bernstein
Serenade nach Platons 'Symposion'
für Violine, Streichorchester, Harfe und Schlagzeug

Jorge Sanchez-Chiong
Crin für Violine

György Kurtág
Aus Zeichen, Spiele und Botschaften:
Hommage an John Cage. Stockende Worte für Violine

György Kurtág
Kafka-Fragmente, op. 24: Ruhelos für Singstimme und Violine

Steve Reich
Drumming: Part 1 für 4 Paar gestimmte Bongos
John Adams
Shaker Loops für 7 Streicher

Patricia Kopatchinskaja, Violine
Mahler Chamber Orchestra
Leitung: Lawrence Renes

Aufnahme vom 29. April 2012 aus der Kölner Philharmonie

Moderation: Nicolas Tribes
Redaktion: Werner Wittersheim