Programmänderung: Musik der Zeit [4] Variationen über Variationen

 Ensemble Modern

Programmänderung: Musik der Zeit [4] Variationen über Variationen

Nichts bleibt, wie es ist. Veränderung ist die zentrale Idee von Beethovens Komponieren. Das Prinzip des Variierens durchzieht sein gesamtes Oeuvre, in dem meist einfache Motive fortwährend verwandelt und weiterentwickelt werden.

Denkbar einfach ist auch der Walzer von Anton Diabelli, den Beethoven seinen 33 Veränderungen zugrunde legte. Mit den “Diabelli-Variationen“ wollte er nicht nur seine Kollegen, sondern auch sein großes Vorbild, Bach und dessen Goldberg-Variationen, bewusst überbieten. Hans Zender verändert in seiner “komponierten Interpretation“ Beethovens “Diabelli-Variationen“ weiter. Er verlagert das abendfüllende Klavierwerk ins Orchester, bewegt sich zugleich “zwischen einer möglichst großen Nähe zum Original und einer völligen Neuformulierung“. Ein Balanceakt“, wie ihn Nietzsche als “furchtloses Schweben“ bezeichnet hat – “über dem Abgrund der Geschichte“ oder “zwischen den uns vertrauten Stilen“.

Hans Zender
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33 Veränderungen über 33 Veränderungen"
Eine komponierte Interpretation der Diabelli-Variationen von Beethoven
Ensemble Modern, Ltg Hans Zender

Manuel Hidalgo
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Transkription der Bagatellen op.126" von Ludwig van Beethoven für Streichorchester
Ensemble Resonanz

Ludwig van Beethoven
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11 Bagatellen op. 119"
Alfred Brendel – Klavier

York Höller
"Weit entfernt und doch so nah" für Klavier
Susanne Kessel – Klavier

York Höller
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Ausklang und Nachtecho" für Kammerorchester
WDR Sinfonieorchester, Ltg Bas Wiegers

Moderation: Martina Seeber
Redaktion: Harry Vogt