Musik der Zeit [5] Flugbahnen

Vogel- Formation von Flamingos im Flug in Santanyi auf Mallorca, Spanien

Musik der Zeit [5] Flugbahnen

Windungen und Wirbel für Bläser und und Streichintrumente umspannen das Publikum und lassen musikalische Lichtblicke druchscheinen.

"Jedes Mal beginne ich aus dem Nichts". Fluch und Segen des immerwährenden Neuanfangs führten bei Iannis Xenakis zu erstaunlichen Ergebnissen wie den Windungen für 12 Celli, die das Publikum umkreisen und einspinnen. Wie aus dem Nichts strahlen bei Miroslav Srnka zwei Hörner in das Kammerorchester. Für eines seiner Lieblingsinstrumente komponiert der Tscheche, seit 2019 Professor an der Kölner Musikhochschule, ein Doppelkonzert, in dem der Hornklang scheinbar unendlich lange strahlt. Gleich ein ganzes Solistenensemble setzt Sarah Nemtsov in ihrem neuen Werk in das Orchester. Brüche bleiben jedoch, wie im richtigen Leben oberhalb der Hörgrenze. Im Auftrag des WDR entsteht auch ein neues Orchesterwerk des Komponisten und Organisten Jan Esra Kuhl, der die Möglichkeiten des Klangkörpers sondiert: zwischen strenger Ökonomie und der Lust am großen sinfonischen Potential.

Miroslav Srnka
Werk (2021)
für zwei Hörner und Kammerorchester
Uraufführung

Iannis Xenakis
Retours-Windungen (1976)
für zwölf Violoncelli

Sarah Nemtsov
Reshimot (2019)
für Solisten, Bläser, Harfe, Orgel, Tasten- und Schlaginstrumente
Uraufführung

Jan Esra Kuhl
Tonus (2019 – 21)
für Kammerorchester
Uraufführung

Přemysl Vojta und Saar Berger, Horn
Ensemble Nikel
WDR Sinfonieorchester
Leitung: Titus Engel

Redaktion: Harry Vogt

Stand: 13.09.2021, 17:49