Kreativ in traditionellen Bahnen

Max Bruch, ca. 1905

Kreativ in traditionellen Bahnen

Kammermusik von Max Bruch mit einer Wiederentdeckung. Am letzten Abend unserer Max-Bruch-Trilogie präsentieren Mitglieder des WDR Sinfonieorchesters Kammermusik des gebürtigen Kölners, dessen 100. Todestag in diesem Jahr zu begehen ist. Eine gute Gelegenheit, ausgewählte Beispiele für Bruchs interessantes Kammermusikschaffen kennenlernen!

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Ein Kuriosum ist dabei das zweite Streichquintett in Es-Dur, das erst im 21. Jahrhundert uraufgeführt wurde. Der Grund: Es gehört zu einer Gruppe von drei Werken für Streicher, die Bruch vor seinem Tod nicht mehr in Druck geben konnte. Sie galten nach seinem Tod als verschollen. Eine Abschrift des Quintetts jedoch tauchte unerwartet bei einer Auktion im Jahr 2006 wieder auf und wurde alsbald von einem Musikverlag veröffentlicht. Für dieses Stück sowie für drei weitere Kammerkompositionen von Bruch lassen Mitglieder des WDR Sinfonieorchesters ihr Herz schlagen, und zwar live auf der Bühne der Kölner Philharmonie. Gast am Klavier ist die türkische Pianistin Gülrü Ensari. Es ist ein Konzert unter Corona-Bedingungen – ohne Publikum, aber mit garantierten Mindestabständen.

Max Bruch
Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 9

Georgeta Iordache, Violine
Pierre-Alain Chamot, Violine
Sophie Pas, Viola
Gudula Finkentey-Chamot, Violoncello

Max Bruch
Streichquintett Nr. 1 a-Moll WoO
Streichquintett Nr. 2 Es-Dur WoO

Ye Wu, Violine
Cristian Suvaiala, Violine
Tomasz Neugebauer, Viola
Mischa Pfeiffer, Viola
Susanne Eychmüller, Violoncello

Max Bruch
Acht Stücke für Violine, Viola und Klavier op. 83

Gülru Ensari, Klavier
Susanne Richard, Violine
Gaelle Bayet, Viola

Live aus der Kölner Philharmonie

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Werner Wittersheim