Liederabend Christiane Oelze

Schwarz-Weiß Proträt von Christiane Oelze.

Liederabend Christiane Oelze

Christoph Maria Wagner komponiert für Christiane Oelze einen unterhaltsamen Liederzyklus über das Verwirrspiel der Geschlechter.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Das Thema Gleichstellung kann Spaß machen: In Christoph Maria Wagners Liederzyklus “liebe/tod – man/woman“ treffen Texte der depressiven, protofeministischen Vertreterin der confessional poetry Anne Sexton auf Gedichte des sarkastisch-vulgären Macho-Dichter-Berserkers Charles Bukowski, der bei aller Weltverachtung doch immer den Humor behält. Christiane Oelze schlüpft dafür in unterschiedlichste Rollen und wird hingebungsvolle Geliebte, sadistischer Macho, frustrierte Betrogene, halluzinierender Neurotiker oder ein Toter im Sarg – Irritation und Kurzweil inbegriffen! Bei Christiane Oelze und ihrem Klavierpartner Jonathan Ware ist der gut halbstündige Zyklus in den besten Händen. Gleiches gilt für die Lieder, in denen Françis Poulenc Gedichte seiner Muse Louise de Vilmorin vertont, die sich für die Emanzipation der Frau einsetzte. Ihre Zeilen treffen auf Lieder von Kurt Weill, die sich keineswegs in sprachlicher Zurückhaltung üben und spannen damit das Panorama zwischen anstößiger Direktheit und zarter Melancholie weit auf.

Christoph Maria Wagner
"liebe/tod – man/woman

Françis Poulenc
"Fiançailles Pour Rire

Kurt Weill
"Surabaya Johnny"
"Speak low"
"Bilbao Song"
"Alabama Song"

Christiane Oelze, Sopran
Jonathan Ware, Klavier

Moderation: Michael Struck-Schloen
Redaktion: Werner Wittersheim

Stand: 08.09.2021, 18:29