Klavierfestival Ruhr 2020: Anika Vavic

Anika Vavic

Klavierfestival Ruhr 2020: Anika Vavic

Im Beethovenjubiläumsjahr und Corona-Krisenjahr beleuchtet die Pianistin Anika Vavic Ludwig van Beethovens Krisenjahr 1802.

Das Konzert steht nach der Sendung 30 Tage für Sie zum Nachhören bereit.

1802 hat sich Ludwig van Beethoven nach Heiligenstadt bei Wien zurückgezogen. Durch welch schwere Krise er dort gegangen ist, zeigt sein sogenanntes Heiligenstädter Testament, ein Brief an seine Brüder, der nie abgeschickt wurde; in ihm formuliert Beethoven seine Verzweiflung angesichts seiner deutlich voranschreitenden Ertaubung. Nur rund 100 m entfernt von dem Haus, in dem Beethoven damals wohnte, hat Anika Vavic mit ihrer Tochter die strenge Zeit des Corona-Lock-Downs verbracht. Und so hat sie ins Zentrum ihres Konzertes beim Klavierfestival Ruhr Werke gestellt, die Beethoven in seinem Krisenjahr 1802 komponiert hat. Außerdem spielt sie die Deutsche Erstaufführung einer Komposition aus dem Jahre 1996 des Komponisten Shih. Er stammt aus Taiwan und lebt seit rund 40 Jahren in Wien.

Ludwig van Beethoven
Klavierstück in C-Dur „Letzter musikalischer Gedanke“ WoO 62
Präludium in f-Moll WoO 55
Bagatellen op. 33
15 Variationen mit Finale alla Fuga op. 35 „Eroica-Variationen“

Shih
„Der letzte Walzer“, Deutsche Erstaufführung

Frédéric Chopin
Ballade Nr. 3 As-Dur op. 47

Anika Vavic, Klavier

Aufnahme vom 10. Juni 2020 aus dem Wasserschloss Gartrop, Hünxe

Moderation: Claudia Belemann
Redaktion: Werner Wittersheim