Franz Lehár

Franz Léhar

Das Land des Lächelns

Stand: 08.12.2021, 19:38 Uhr

In "Das Land des Lächelns" spiegelt Operettenkönig Franz Léhar den europäischen Traum von fernen Welten in einer musikalischen Chinoiserie aus dem Fin de siècle.

Lisa, eine Dame der Wiener Gesellschaft, hat sich unsterblich in den chinesischen Diplomaten, Prinz Sou-Chong, verliebt. Als er in seine Heimat zurückkehrt, folgt sie ihm. Konfrontiert mit den Sitten und uralten Traditionen zeigt sich: Das "Land des Lächelns" ist kein Reich der puren Harmonie und die Liebe der beiden zueinander ist unvereinbar mit den kulturellen Zwängen. Franz Léhar, der König der "silbernen" Wiener Operettenära, vertont den Stoff zuerst unter dem Titel "Die gelbe Jacke". Das Echo darauf ist verhalten, so dass sich Léhar zu einer Umarbeitung mit neuer Libretto-Fassung entschließt. Unter dem Titel "Das Land des Lächelns" wird die Uraufführung der Operette 1929 in Berlin ein großer Erfolg. Zum Gelingen trägt einer der größten Tenöre seiner Zeit bei: Richard Tauber singt Léhar mit dem Hit "Dein ist mein ganzes Herz" in die Herzen eines Millionenpublikums. Vor dem Komponisten und seiner Musik mit ihren koloristischen Feinheiten und duftigen Exotismen verneigt sich Tauber auch mit dem Statement: "Ich singe nicht Operette - ich singe Léhar!" Am Silvesterabend warten wir mit einer herausragenden Aufnahme auf, zu deren Starbesetzung der Tenor Siegfried Jerusalem und die Sopranistin Helen Donath gehören.

Prinz Sou-Chong: Siegfried Jerusalem, Tenor
Lisa: Helen Donath, Sopran
Mi: Brigitte Lindner, Sopran
Graf Gustl von Pottenstein: Martin Finke, Tenor
Tschang: Klaus Hirte, Bariton
Chor des Bayerischen Rundfunks
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Willi Boskovsky

Moderation: Kirsten Betke
Redaktion: Richard Lorber