Beethovens Klassiker und eine Rarität

Beethoven-Denkmal auf dem Münsterplatz in Bonn

Beethovens Klassiker und eine Rarität

Kammermusikalische Feinarbeit und orchestrale Wirkungen: sieben Solisten auf einen Streich.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Das Meisterwerk der Kammermusik ist Beethovens Septett aus seiner frühen Wiener Zeit. Vier Streicher verbinden sich mit drei Bläsern - die gleiche Besetzung schreibt das Septett von Adolphe Blanc vor, einem Komponisten des 19. Jahrhunderts, der erst in jüngster Zeit wiederentdeckt wurde. Kammermusik ist die Domäne seines Schaffens in der von Oper und Ballett beherrschten französischen Romantik. Beide Werke werden gespielt von einem ganz jungen Ensemble, das in Brühl sein Gründungskonzert gibt. Es sind die "Racines du Temps", die "Wurzeln der Zeit" um Chouchane Siranossian, der Konzertmeisterin der Capella Augustina. Sie und ihre Kollegen – allesamt erfahrene Kammer- und Orchestermusiker der Originalklang-Szene wie des "modernen" Musizierens – spielen sowohl auf alten als auch auf neuen Instrumenten, je nachdem aus welcher Zeit das jeweilige Werk stammt.

Adolphe Blanc
Septett E-Dur op. 40

Ludwig van Beethoven
Septett Es-Dur op. 20

Ensemble Les Racines du Temps

Aufnahme vom 29. Mai 2015 dem Schloss Augustusburg, Brühl

Moderation: Johannes Zink
Redaktion: Richard Lorber