Acht Brücken 2011 und 2014

Quatuor Diotima

Acht Brücken 2011 und 2014

In diesem vom Corona-Virus geplagten Jahr müssen auch beim Kölner Festival „Acht Brücken“ die öffentlichen Veranstaltungen ausfallen. Und da es nicht Anfang Mai in der gewohnten Form stattfinden kann, blickt WDR 3 zurück auf frühere Ausgaben des Festivals.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Im Jahr 2014 stand "Acht Brücken" unter dem Motto "Im Puls" und präsentierte moderne und aktuelle Musik, bei der Takt, Rhythmus und Metrum im wahrsten Sinne des Wortes tonangebend für die Kompositionen sind. Ein Beispiel hierfür ist "Spirals, loops, lines" von dem in Frankreicht lebenden argentinischen Komponisten Martin Matalon. Gleichfalls von einer quasi mechanischen Taktung lebt das Opus 56 von Darius Milhaud, bei dem es sich um die Vertonung eines Katalogs für "machines agricoles", also für landwirtschaftliche Maschinen, handelt.

Im zweiten Teil der Sendung führt eine Zeitreise zurück ins Jahr 2011. Damals war Frankreich das große Thema bei "Acht Brücken". Vertreten wird die Grande Nation in WDR 3 Konzert zum einen durch das formidable Quatuor Diotima, das zu den herausragenden europäischen Kammermusikformationen gehört, und durch den Komponisten Henri Dutilleux. Er hat in seinem fast 100 Jahre währenden Leben eine Fülle von Werken geschrieben, die zu den bedeutenden kulturellen Hervorbringungen Frankreichs im 20. Jahrhundert zu zählen sind.

Wladimir Tarnopolski
Foucault's Pendulum (für Orchester)

Darius Milhaud
Machines agricoles, op. 56

Martin Matalon
Spirals, loops, lines (für Ensemble)

Asko Schönberg-Ensemble
Leitung: Reinbert de Leeuw

Aufnahme vom 1. Mai 2014 aus der Kölner Philharmonie


Henri Dutilleux
Ainsi la nuit

Anton Webern
Quartett op. 28

Quatuor Diotima

Aufnahme vom 11. Mai 2011 aus dem Kölner Funkhaus

Moderation: Susanne Herzog
Redaktion: Werner Wittersheim