c/o pop 2020: We Are Europe – Neue elektronische Sounds für Europa

c/o pop in Köln

c/o pop 2020: We Are Europe – Neue elektronische Sounds für Europa

“Musik aus Europa“, das bedeutet heute mehr als die Summe aus ESC und Eurodance, Beethoven und Sibelius, Irish Folk und Polkas.

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

c/o pop 2020: We Are Europe - Neue elektronische Sounds

WDR 3 Konzert 24.10.2020 01:54:47 Std. Verfügbar bis 23.11.2020 WDR 3

Längst hat sich ein breites Spektrum aktueller Musikszenen zwischen interdisziplinärer Elektronik und digitalem Songwriting entwickelt. Gebündelt und präsentiert werden die Impulse der neuen europäischen Sound-Generation auf der Plattform “We Are Europe“. Hier geht es den Künstler*innen nicht nur um die nächste Tour und das nächste Album, sondern um Entwürfe einer gerechteren Kulturwirtschaft und reflektierten Klangpolitik, jenseits der Landes- und Genregrenzen. Ein Kooperationspartner in unserer Region ist das Kölner Festival c/o pop, das im Frühjahr 2020 wie viele andere Veranstaltungen Opfer der Corona-Beschränkungen wurde, den Herbst aber schwungvoll mit einer “We Are Europe“ im WDR Funkhaus einläutet.

c/o pop 2020: Colin Self 35:18 Min. Verfügbar bis 24.11.2020

c/o pop 2020: Bendik Giske 33:15 Min. Verfügbar bis 24.11.2020

c/o pop 2020: Conny Frischauf 35:41 Min. Verfügbar bis 24.11.2020

c/o pop 2020: Faira 30:40 Min. Verfügbar bis 24.11.2020

Entsteht in diesen Tagen Innovation durch Isolation, gelingt Revolution durch Repetition? Conny Frischauf , Colin Self und Bendik Giske bringen individuelle Positionen aus den produktiven Randbereichen des Pop auf der Bühne des Klaus-von-Bismarck-Saals. Aus Köln kommt die Songwriterin Faira dazu.

Faira wollte beim c/o Pop-Konzert eigentlich ihre Band präsentieren. Corona macht einen Strich durch die Rechnung und Faira allein begleitet ihren Gesang an der Gitarre. Dadurch wirkt ihr charakterstarker Experimentalfolk aber noch intimer.

Ein weiterer Einzelgänger, Colin Self, lebt im Rahmen der Perfomance verschiedenste (Geschlechter-)Rollen aus. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Stimme, oder wie Self sagt, das  „Ding, das die Fähigkeit hat, sich fast seiner eigenen Realität zu widersetzen“. Opernspektakel trifft auf düstere treibende Clubsounds. 

Wenn der norwegische Saxophonist Bendik Giske allein die Bühne betritt, vermisst niemand weitere Bläser oder die Begleitung einer Rhythmusgruppe. Giske montiert für seinen intensiven Sound diverse Mikrophone an seinem Instrument aber auch am eigenen Körper, unmittelbar am Kehlkopf. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Kontemplation und Powerplay.

Conny Frischauf aus Wien steht in bläulichem Licht inmitten von Tasten, Knöpfen und Touchpads auf der Bühne des Klaus-von-Bismarck-Saals im Kölner Funkhaus und geleitet uns u.a. mit zwei Keyboards, Sampler, digitalen Drumpads, Sprachspielen und ätherischer Stimme in andere Bewusstseinszustände.

Colin Self
Bendik Giske
Conny Frischauf
Faira

Aufnahmen aus dem Oktober 2020 aus dem WDR Funkhaus, Köln

Setlist Colin Self:

Once More
Story
Survival
(Interlude)
Foresight
Transitions
Ante-Strategy
Stay With The Trouble (For Donna)
The Great Refusal

Setlist Bendik Giske:

Ass Drone
Adjust
Up
Flutter
Cruising
Trough
Exit

Setlist Conny Frischauf:

Rauf
Tin Can Transmission (Dose Kicken Remix)
Wie Du Mir
Auf und Nieder
Auf Wiedersehen
Kompass

Seitlist Faira:

Skull
Best Listener
Skorpio and Cancer
Mother
The Talk
27 - Blues
For all of the eyes I never gave you
Miserable enough

Moderation: Ilka Geyer
Redaktion: Markus Heuger