Gürzenich Orchester Köln - Tiberghien spielt Szymanowsky

Cédric Tiberghien

Gürzenich Orchester Köln - Tiberghien spielt Szymanowsky

Der polnische Komponist Karol Szymanowski wird zu Unrecht viel zu wenig gespielt – zumindest auf deutschen Bühnen. Das Gürzenich Orchester und der Pianist Cédric Tiberghien würdigen ihn jetzt mit zwei großen Werken.

In seiner Oper “Król Roger“ lässt Karol Szymanowski den Traum von unbegrenzter Sinnlichkeit und Freiheit wahr werden: Ein junger, bildschöner Hirte predigt am Hof von König Roger von einem anderen Gott und bringt damit reichlich Verwirrung unter die Leute. Anstatt den Hirten zu bestrafen, verfällt König Roger seiner Schönheit. Kein Wunder, denn der Hirte entpuppt sich als Dionysos, der Gott der Ekstase und des Rausches. Lebensfreude steht auch im Zentrum von Szymanowskis 4. Sinfonie, mit der er “Unterhaltungsmusik für das breitere Publikum“ komponieren wollte. Ein “vollkommenes Stück“ sagt der Pianist Cédric Tiberghien, für den Szymanowskis Musik Liebe auf den ersten Blick war: “Musik voller Sinnlichkeit, Erotik, Exotik, Duft… absolute Glückseligkeit!“

Karol Szymanowski
Suite aus der Oper “Król Roger“ (König Roger) op. 46, Zusammenstellung: Nicholas Collon

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr. 4 D-Dur KV 218

Karol Szymanowski
Sinfonie Nr. 4 op. 60 für Klavier und Orchester (“Symphonie concertante”)

Noa Wildschut, Violine
Cédric Tiberghien, Klavier
Gürzenich-Orchester Köln
Leitung: Harry Oogg

Aufnahme vom 14. Januar 2020 aus der Philharmonie, Köln

Moderation: Ulrike Froleyks
Redaktion: Michael Breugst