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WDR 3 Kammerkonzerte in NRW - Giuliano Sommerhalder

Giuliano Sommerhalder

WDR 3 Kammerkonzerte in NRW - Giuliano Sommerhalder

Fruchtbare Notgemeinschaft: Giuliano Sommerhalder begibt sich auf die Spuren von Vladimir Peskin und Timofej Dokschitzer, die ausgerechnet im Balalaikaorchester der Roten Armee in Moskau Unterschlupf vor dem stalinistischen Terror der 1930er Jahre fanden.

Giuliano Sommerhalder gehört zur sechsten Generation einer deutsch-russischen Musikerfamilie und war noch Schüler, als er 2003 den ARD-Musikwettbewerb gewann. Im Mittelpunkt seines Programms für das Odenthaler Kammerkonzert stehen Werke des russischen Komponisten Vladimir Peskin. Nachdem Peskins Vater vom Stalin-Regime verfolgt und seine Mutter nach Kasachstan deportiert worden war, lag es an ihm, die Familie zu ernähren. Zu diesem Zweck nahm er ausgerechnet einen Job im Hauptquartier der Roten Armee an, wo er den Trompeter Timofej Dokschitzer kennenlernte. Vielleicht wäre ohne diese Begegnung aus Dokschitzer nicht der bis heute verehrte Trompeter geworden, denn es war Peskin, der die Musik schrieb, die das junge Ausnahmetalent weltberühmt gemacht hat.

Vladimir Peskin
Prélude Nr. 1 / Poem Nr. 1 f-Moll

Sergej Rachmaninow
Nr. 2 B-Dur / Nr. 4 D-Dur, 2 Préludes, op. 23

Vladimir Peskin
Konzert Nr. 2 b-Moll für Trompete und Klavier / Scherzo b-moll / Konzert
Nr. 1 c-Moll für Trompete und Klavier

Frédéric Chopin
Ballade Nr. 1 g-Moll, op. 23

Vladimir Peskin
Poem Nr. 2 d-Moll

Giuliano Sommerhalder, Trompete; Kasia Wieczorek, Klavier

Aufnahme vom 18. Mai 2018 aus dem Forum Schulzentrum Odenthal

Moderation: Ulrike Froleyks
Redaktion: Michael Breugst