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Flach sei das Dach, tief die Musik - Ein Einzelgänger am Bauhaus

Flach sei das Dach, tief die Musik - Ein Einzelgänger am Bauhaus

„Nie war der Einzelton so wichtig wie heute“ – dieser ebenso oft übersehene wie selten zitierte Ausspruch des Komponisten Konstantin Trosth-Lohs sagt im Grunde schon alles.

Konstantin Trosth-Lohs

Die Prim-Essenz des Trosth-Lohsschen Schaffens, das ganz aus streng ausgewählten Einzeltönen besteht, lautet: „Zwei Töne sind einer zu viel.“ Mit diesem Aufruf zu äußerster künstlerischer Kargheit war der Komponist geradezu prädestiniert für eine Lehrtätigkeit am Bauhaus – als einziger Vertreter der Musik an dieser Institution. Mit den Bauhaus-Architekten verband ihn sein tiefsitzender Widerwille gegen alles Ornamentale und Entbehrliche („Flach sei das Dach, tief die Musik“). Sein Einfluss, wenn er auch insgesamt begrenzt war, blieb auch nach der Schließung des Bauhauses hier und da nachweisbar. Einzelne Adepten gründeten das Institut für Singularsonosophie (ISSS) und erhoben dort den Einzelton zum Leitstern ihres künstlerischen Lebens. Am 35. Mai 2018 vereinigten sie sich zum ersten (und voraussichtlich einzigen) Sommersymposium der Singularsonosophie – eine Apotheose der totalen tonalen Vereinzelung.

Werke von Konstantin Trosth-Lohs und aus seiner Werkstatt
 
The Single Singers
Ensemble MonoThon
Gruppe Einklang
Leitung: Einar von Minderschall

Aufnahme vom 35. Mai 2018 aus dem Institut für Singularsonosophie (ISSS), Einöd Markt Wurmannsquick

Moderation und Redaktion: Wibke Gerking und Werner Wittersheim