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Ludwig van Beethoven - Die Geschöpfe des Prometheus, op. 43

Beethovenfest Bonn 2017: Schumann-Quartett

Schumann Quartett

Beethovenfest Bonn 2017: Schumann-Quartett

Schmankerl, so ist Hugo Wolfs "Italienische Serenade" in Wien liebevoll betitelt worden. Das Quartett agiert bei diesem Werk als Brautwerbungstrupp. Beim Bonner Beethovenfest schlüpft das Schumann-Quartett in diese Rolle.

Zu Beginn trägt der Liebhaber vorsichtig-sentimental sein Begehren vor, später wird das Cello deutlicher, während der Rest des Quartetts spottet. Dreimal wird das Anliegen vorgetragen: vergeblich. Aber was schert das eine fröhliche Tanzcombo? Nach dem launigen Quartett von Wolf steht das F-dur-Quartett von Robert Schumann im Zentrum des Programms. Es ist eines jener drei Quartette op. 41, die nach Schumanns intensiven Studien der Klassiker entstanden sind. Schumann zitiert auch aus Beethovens Liederzyklus “An die ferne Geliebte“ – passend zum Festivalmotto des Beethovenfests 2017. Beethoven im Original gibt’s zum Schluss: Dessen Zeitgenossen fanden sein Quartett cis-moll verstiegen und unverständlich. Heute fasziniert gerade die Komplexität dieser Musik.

Hugo Wolf
Italienische Serenade G-dur für Streichquartett

Robert Schumann
Streichquartett Nr. 2 F-dur, op. 41,2

Ludwig van Beethoven
Streichquartett Nr. 14 cis-moll, op. 131

Schumann-Quartett

Aufnahme vom 24. September 2017 aus dem Beethoven-Haus, Bonn

Moderation: Claudia Belemann
Redaktion: Michael Breugst