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Sequentia - Monks Singing Pagans

Benjamin Bagby

Sequentia - Monks Singing Pagans

Benjamin Bagby ist ein begnadeter Sänger und Geschichtenerzähler. Wie ein mittelalterlicher Barde fasziniert er sein Publikum mit Mythen und Sagen, die oft mehr als 1000 Jahre alt sind.

Dass sich der geistliche Stand des Mittelalters nicht auf liturgische Gesänge und Gregorianik beschränkt hat, belegen etliche Handschriften aus Kloster- und Kathedralarchiven. Sie enthalten neben geistlichem Repertoire auch weltliche Lieder, die von heidnischen Göttern, Helden oder mächtigen Frauen erzählen. Doch warum sind diese Lieder in kirchlichen Handschriften überliefert? Ganz einfach: Die mittelalterlichen Kloster- und Kathedralschulen waren Orte der Gelehrsamkeit, und wer gelehrt sein wollte, musste Latein lernen, etwa mit Texten antiker römischer Dichter. Die inspirierten den geistlichen Nachwuchs zu beeindruckenden musikalisch-rhetorischen Darbietungen. Denn Dichtung und Musik, das war im Mittelalter eine untrennbare Einheit.

Weltliche Gesänge in geistlichen Handschriften des 9. bis 13. Jahrhunderts aus Kloster- und Kathedralarchiven im deutschen, angelsächsischen und französischen Raum.

Sequentia
Benjamin Bagby, Gesang, Harfen und Leitung
Hanna Marti, Gesang und Harfe
Norbert Rodenkirchen, Knochenflöten und Holzflöten

Aufnahme vom 24. März 2019 aus dem Museum für Angewandte Kunst, Köln

Moderation: Gela Birckenstaedt
Redaktion: Richard Lorber