Das Brodsky Quartet

WDR 3 Kammermusik in NRW

Das Brodsky Quartet - Very British

Stand: 28.12.2021, 13:42 Uhr

Kurz vor seinem 50. Geburtstag gibt sich das englische Brodsky Quartet "very british"

Das Konzert steht am Tag nach der Sendung für 30 Tage zum Nachhören bereit.

Alles fing 1972 in Manchester an, ganz klassisch eigentlich und ganz innovativ. Als es noch kaum Schostakowitsch-Noten im Westen gab, spielten vier junge Musiker und Musikerinnen die Streichquartette des Russen nach, und zwar anhand von Tonaufnahmen des legendären Geigers Adolf Brodsky, den sie bald zu ihrem Namensgeber machten. Über die Jahrzehnte hat sich das Brodsky Quartet alles erarbeitet, was die Quartettliteratur hergibt - und auch das, was ihre Grenzen überschreitet: raffinierte Quartettarrangements zur Stimme von Elvis Costello oder Björk zum Beispiel. Ein besonderes Anliegen ist dem Brodsky Quartett, dem heute noch die Gründungsmitglieder Ian Belton und Jacqueline Thomas angehören, die eigene, britische Musiktradition. Bei ihrem einzigen Deutschlandkonzert in diesem Jahr hat das Brodsky Quartett einen feinsinnigen Bogen gespannt: vom barocken "Orpheus Britannicus" Henry Purcell über den Spätromantiker Edward Elgar bis zum modernen Benjamin Britten. Very british!

Henry Purcell
Chaconne g-Moll

James MacMillan
For Sunny

Benjamin Britten
Streichquartett Nr. 3 G-Dur op. 94

Edward Elgar
Streichquartett e-Moll op. 83

Brodsky Quartet
Krysia Osostowicz, Violine
Ian Belton, Violine
Paul Cassidy, Viola
Jacqueline Thomas, Violoncello

Aufnahme vom 30. Oktober 2021 aus der Bagno-Konzertgalerie Steinfurt

Moderation: Kirsten Betke
Redaktion: Andrea Zschunke