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Reise nach Mecker

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DENK ICH AN DEUTSCHLAND

Reise nach Mecker

Von Rami Hamze

Die Gemeinde Mecker hat Probleme: fehlende Fachkräfte, Bewohnerschwund und sozialer Unfriede bedrohen die Existenz der idyllischen Kleinstadt.

Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

Reise nach Mecker

WDR 3 Hörspiel | 19.11.2018 | 29:58 Min.

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Die Bewohner von Mecker machen ihrem Ort alle Ehre: sie meckern über die labbrigen Brötchen der Billig-Bäckerei, beschweren sich über faule Handwerker und verhindern den Bau von Windrädern. Der Wohlstand bröckelt, die Jungen ziehen weg. Mit einer Anwerbekampagne versucht die Bürgermeisterin den Trend umzukehren. Sie will Pflegekräfte, Ingenieure und Glücksuchende aller Art in die Stadt locken. Hauptzielgruppe sind gut ausgebildete Flüchtlinge. Die Kampagne stößt nicht nur auf Wohlwollen in der Bevölkerung.

Ein Hörspiel über strukturelle Probleme einer deutschen Kleinstadt, das Ringen um ein funktionierendes Zusammenleben und Flüchtlinge, die vielleicht niemals kommen werden.

Besetzung
Gerda KienbaumImke Büchel
Günther KleinAndreas Schröders
Sabine SteinhausMirjam Heimann
Marietta KleinEva Mannschott
Horst MatschkopfWalter Gontermann
RegisseurGerrit Booms
Syrischer BewerberMohammad-Ali Behboudi
Hans BachmannRolf Mautz
WerbefuzziBenjamin Höppner
Melanie Brenneke / ÜbersetzerinClaudia Sarkany
Dr. Hedi LarssenEdda Fischer
NabilMajd Alkhouri
Meckerfrau 1Caroline Schreiber
Meckerfrau 2Lara Pietjou
Meckerfrau 3Karin Buchali
Meckermann 1Axel Gottschick
Meckermann 2 / Mann 1Michael Stange
Meckermann 3Hans-Gerd Kilbinger
Nachrichten/WerbespotJürgen Escher
Nachrichten/WerbespotHenning Freiberg

Von Rami Hamze
Technische Realisation: Matthias Fischenich,
Jens Peter Hamacher und Rami Hamze
Regie: der Autor
Redaktion: Christina Hänsel
Produktion: WDR 2018

Ausstrahlung: 19. November 2018

DENK ICH AN DEUTSCHLAND ...

Hundefigur unter einem Briefkasten mit Deutschlandfahne drauf.

80 Millionen Bundestrainer haben Deutschland vom Rumpelfußball nach Schland und vom Weltmeistertitel nach Özil-Gate geführt. In Millionen Wohnzimmern, an Millionen Arbeitsplätzen, in Hunderttausenden von Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs, in Tausenden von Fitnessstudioumkleiden und den Kassenschlangen von Tankstellen wird geschimpft, gejubelt und debattiert. Aber was ist mit den 80 Millionen Bundeskanzlerinnen? Sie bevölkern Kleinstädte, schreiben Leserbriefe und Kommentare, oder gehen montags demonstrieren. Es sind Windkraftbefürworter oder Windkraftbefürwortergegner, Revolutionäre, Reaktionäre. Sie schimpfen, jubeln, debattieren: Wie sollte das eigentlich sein mit Deutschland? Wie kann die große Politik dafür sorgen, dass das eigene kleine Leben besser wird? Und das der anderen auch, oder – je nachdem, wen man fragt – schlechter?

Die WDR 3-Hörspielreihe "DENK ICH AN DEUTSCHLAND…" versammelt vom 17.-24.11. eine Woche lang Geschichten von der großen Politik im Kleinen. Wir hören die Rufe von Pegida-Agitatoren (Paul Plamper: Der Absprung), hören von den Sorgen der BürgerInnen einer Kleinstadt (Rami Hamze: Reise nach Mecker), von einer Deutschlandutopie aus dem Hobbykeller (Tom Peuckert: Die Wähler), den Auswirkungen von Bankgeschäften auf eine kleine Kirchengemeinde (Lothar Schöne: Tod auf dem Friedhof) und natürlich den Fantasien von selbsterklärten Reichsbürgern (Till Müller-Klug: Deutschlandpark).

Stand: 01.10.2018, 15:42