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Reformlandschaften

Playmobilfiguren auf einem Taschenrechner; Symbolfoto zum Thema Familie und Kosten.

DENK ICH AN DEUTSCHLAND

Reformlandschaften

Von Andreas Luge

In Deutschland wird reformiert, was das Zeug hält. In Zeiten der Globalisierung und im Namen einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit wird privatisiert, dereguliert und optimiert. Ab jetzt auch die eigene Familie!

Aus urheberrechtlichen Gründen kann das Hörspiel leider nicht zum Download angeboten werden. Sie können die Sendung aufzeichnen. Auf unserer Seite "Der WDR RadioRecorder" finden Sie dazu einige Tipps.

Was gibt es zu Hause nicht für Möglichkeiten! In der Personalentwicklung, der Serviceoptimierung, dem Qualitätsmanagement… Wer sagt, dass eine eigene Frau zu Hause ökonomischer ist als eine fremde Hilfskraft? Wie steht es mit der familiären Corporate Identity? Und mit dem Jahresmitarbeitergespräch zur Festlegung neuer familiärer Ziele? Ganz klar, es ist höchste Zeit für die deutsche Familie, sich zu reformieren, damit sie auch im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig bleibt!

Besetzung
Philipp Schepmann
Claudia Mischke
Mira Partecke
Ole Meyer
Ronald Spiess
Nicole Boguth


Von Andreas Luge
Technische Realisierung: Daniel Senger, Johanna Fegert und Angela Raymond
Regie: Judith Lorentz
Redaktion: Isabel Platthaus
Produktion: SWR 2007

Ausstrahlung: 22. November 2018

DENK ICH AN DEUTSCHLAND ...

Hundefigur unter einem Briefkasten mit Deutschlandfahne drauf.

80 Millionen Bundestrainer haben Deutschland vom Rumpelfußball nach Schland und vom Weltmeistertitel nach Özil-Gate geführt. In Millionen Wohnzimmern, an Millionen Arbeitsplätzen, in Hunderttausenden von Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs, in Tausenden von Fitnessstudioumkleiden und den Kassenschlangen von Tankstellen wird geschimpft, gejubelt und debattiert. Aber was ist mit den 80 Millionen Bundeskanzlerinnen? Sie bevölkern Kleinstädte, schreiben Leserbriefe und Kommentare, oder gehen montags demonstrieren. Es sind Windkraftbefürworter oder Windkraftbefürwortergegner, Revolutionäre, Reaktionäre. Sie schimpfen, jubeln, debattieren: Wie sollte das eigentlich sein mit Deutschland? Wie kann die große Politik dafür sorgen, dass das eigene kleine Leben besser wird? Und das der anderen auch, oder – je nachdem, wen man fragt – schlechter?

Die WDR 3-Hörspielreihe "DENK ICH AN DEUTSCHLAND…" versammelt vom 17.-24.11. eine Woche lang Geschichten von der großen Politik im Kleinen. Wir hören die Rufe von Pegida-Agitatoren (Paul Plamper: Der Absprung), hören von den Sorgen der BürgerInnen einer Kleinstadt (Rami Hamze: Reise nach Mecker), von einer Deutschlandutopie aus dem Hobbykeller (Tom Peuckert: Die Wähler), den Auswirkungen von Bankgeschäften auf eine kleine Kirchengemeinde (Lothar Schöne: Tod auf dem Friedhof) und natürlich den Fantasien von selbsterklärten Reichsbürgern (Till Müller-Klug: Deutschlandpark).

Stand: 29.10.2018, 11:54