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How dare you - Echo einer Rede

Greta Thunberg auf dem UN-Klimagipfel in New York während ihrer Rede.

How dare you - Echo einer Rede

Von Norbert Lang

Greta Thunbergs wütender Appell 2019 vor dem UN-Klimagipfel in New York hat Geschichte geschrieben. Sein enormes Medien-Echo montiert der Autor Norbert Lang zu einem Kampf um die Deutungshoheit der Zukunft unseres Planeten.

Das Hörspiel steht hier bis 26. August 2020 zum Nachhören zur Verfügung.

How dare you - Echo einer Rede

WDR 3 Hörspiel 26.07.2020 51:27 Min. Verfügbar bis 26.08.2020 WDR 3 Von Norbert Lang

"How dare you! - Wie könnt ihr es wagen!" - diese Worte werden am 23. September 2019 zum unauslöschlichen Teil des kollektiven Gedächtnisses. Es ist der wohl bekannteste Ausschnitt aus der Rede der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg vor dem UN-Klimagipfel in New York, einer Rede mit einer deutlichen Botschaft an alle anwesenden UN-Vertreter: Wie können es diese wagen, zu glauben, dass man den drohenden Klimawandel und die Gefahr einer Massenauslöschung abwenden könne, indem man einfach weitermache wie bisher? Ihre Wutrede, wie manche sie nennen, provoziert zahllose mediale Reaktionen von Aktivisten, Politikern, Schülern, Wissenschaftlern, digitalen und analogen Medienmachern. Neben dem Inhalt polarisiert dabei vor allem der emotionale Vortragsstil Greta Thunbergs, rückt sie hier doch von ihrem bislang sachlichen Tonfall bei Reden ab. Wut und Enttäuschung sind ganz deutlich in ihrer Stimme zu hören. Für viele ist diese Emotionalität ein notwendiger Weckruf für mehr Klimaschutz, andere provoziert dieser emotionale Auftritt zu abfälligen und hasserfüllten Kommentaren über das "behinderte Mädchen". Doch ganz unabhängig vom Inhalt dieser vielfältigen Reaktionen lässt die Rede der schwedischen Aktivistin eine Momentaufnahme entstehen, welche die Ängste, aber auch Hoffnungen und Wünsche von Menschen auf der ganzen Welt sichtbar macht.

Von Norbert Lang
Dramaturgie: Leslie Rosin
Produktion BR 2020/52'

Ausstrahlung: 26. Juli 2020

Stand: 25.06.2020, 12:31