Geschichte wie ich einmal versucht habe Jakob zum Kommunisten zu machen

Karl Marx auf einem politischen Plakat, Russland um 1920

DENK ICH AN DEUTSCHLAND

Geschichte wie ich einmal versucht habe Jakob zum Kommunisten zu machen

Von Operation schwarz-roter August

Politische Überzeugungsarbeit ist schwer genug, auch wenn es sich um den besten Freund handelt. Vielleicht kein Wunder, wenn die eigene Vorstellung der gewünschten Revolution eher nur so ungefähr ist. Da hilft nur eine Spurensuche in der eigenen bürgerlichen Sozialisation.

Das Hörspiel steht nach der Sendung befristet zum Download zur Verfügung.

Geschichte wie ich versucht habe Jakob zum Kommunisten zu machen

WDR 3 Hörspiel | 21.11.2018 | 24:20 Min.

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"Dieses Hörspiel ist ein Versuch, den Geschichten zu entkommen, die uns von klein auf erzählt wurden: Von Bobo dem Siebenschläfer, von den Gebrüdern Grimm, von Janosch, von How I Met Your Mother, von den Geschichten von Deutschland.

Es ist die Geschichte, wie ich einmal versucht habe, Jakob zum Kommunisten zu machen, und dann merken musste, dass mein eigenes Bild von Kommunismus und Revolution sehr verworren und eher emotional ist und vor allem aus der Negation alles Bestehenden hervor geht, die ich mir nicht verkneifen kann wenn ich die Welt sehe womit ich wieder einen Anschlusspunkt zu Jakob fand, da wir den Hass teilen." (Operation schwarz-roter August)

Operation schwarz-roter August ist ein Kunstkollektiv von Studierenden der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen.

Besetzung
Johanna Maria Herschel
Jan Gehmlich
Katharina Sendfeld


Von Operation schwarz-roter August
Redaktion: Isabel Platthaus
Produktion: Autorenproduktion 2014

Ausstrahlung: 21. November 2018

DENK ICH AN DEUTSCHLAND ...

Hundefigur unter einem Briefkasten mit Deutschlandfahne drauf.

80 Millionen Bundestrainer haben Deutschland vom Rumpelfußball nach Schland und vom Weltmeistertitel nach Özil-Gate geführt. In Millionen Wohnzimmern, an Millionen Arbeitsplätzen, in Hunderttausenden von Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs, in Tausenden von Fitnessstudioumkleiden und den Kassenschlangen von Tankstellen wird geschimpft, gejubelt und debattiert. Aber was ist mit den 80 Millionen Bundeskanzlerinnen? Sie bevölkern Kleinstädte, schreiben Leserbriefe und Kommentare, oder gehen montags demonstrieren. Es sind Windkraftbefürworter oder Windkraftbefürwortergegner, Revolutionäre, Reaktionäre. Sie schimpfen, jubeln, debattieren: Wie sollte das eigentlich sein mit Deutschland? Wie kann die große Politik dafür sorgen, dass das eigene kleine Leben besser wird? Und das der anderen auch, oder – je nachdem, wen man fragt – schlechter?

Die WDR 3-Hörspielreihe "DENK ICH AN DEUTSCHLAND…" versammelt vom 17.-24.11. eine Woche lang Geschichten von der großen Politik im Kleinen. Wir hören die Rufe von Pegida-Agitatoren (Paul Plamper: Der Absprung), hören von den Sorgen der BürgerInnen einer Kleinstadt (Rami Hamze: Reise nach Mecker), von einer Deutschlandutopie aus dem Hobbykeller (Tom Peuckert: Die Wähler), den Auswirkungen von Bankgeschäften auf eine kleine Kirchengemeinde (Lothar Schöne: Tod auf dem Friedhof) und natürlich den Fantasien von selbsterklärten Reichsbürgern (Till Müller-Klug: Deutschlandpark).

Stand: 29.10.2018, 11:08