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Der Krieg beginnt im Niemandsland

Foto eines Hauses, mit dem Schriftzug "Mazedonien" in albanischer und mazedonischer Schrift vor bewölktem Himmel.

EY, JUGO!

Der Krieg beginnt im Niemandsland

Von Uwe Stolzmann und Marko Petermann

Ein Balkandorf an einem Wintertag Ende 1968, direkt an der Grenze zwischen Mazedonien und Albanien. Aus nichtigem Anlass kommt es am Rande des Ortes zum Streit. Nachbarn schlagen auf Nachbarn ein. Albaner auf Mazedonier. Mazedonier auf Albaner. Jemand holt Waffen. Es gibt Tote.

Aus urheberrechtlichen Gründen kann das Hörspiel leider nicht zum Download angeboten werden. Sie können die Sendung aufzeichnen. Auf unserer Seite "Der WDR RadioRecorder" finden Sie dazu einige Tipps.

Dreißig Jahre später. Im weißen Jeep der UNO-Truppen kommen Ausländer in den Ort. Die Fremden sollen den Frieden in der Region bewahren helfen, diesen zerbrechlichen Frieden: Hinter den Bergen, im nahen Kosovo wird gekämpft. Und hier, wie steht es hier? Die Fremden sprechen mit den Bauern, befragen Mazedonier und Albaner. Alles in Ordnung? Gibt es Probleme miteinander? Keine Probleme, sagen die Einwohner. Die Bluttat von damals? Sei vergessen, alte Schuld längst vergeben. Dies sei und bleibe ein friedliches Dorf, sagen die Leute.

Doch aus den Radios sickern beharrlich Nachrichten von einem langsam näher rückenden Krieg. Über die Berge, aus dem benachbarten Albanien, kommen Waffenschmuggler. Auch im Dorf liegen längst Gewehre bereit. Für den Tag der Vergeltung. Für den Kampf um die angestammte Heimat. Wem gehört das Land?


Von Uwe Stolzmann und Marko Petermann
Regie Uwe Stolzmann
Redaktion: Leslie Rosin
Produktion SFB/ORB/WDR 1999

Ausstrahlung: 30. Juni 2019

EY, JUGO!

Doppelte Abbildung eines Mannes mit Kapuzenpulli und der Aufschrfit der Hörspielreihe "Ey, Jugo!".

1999 steigt die NATO in den Kosovokrieg ein. Eine humanitäre Intervention? Jugoslawien zerfällt, doch die Konflikte bleiben. Auch 20 Jahre danach. Vom 30. Juni bis 6. Juli untersucht das WDR 3 Hörspiel die Kerben, die der Krieg hinterlassen hat – und die Aussicht für die Balkanregion und Europa.

Stand: 06.06.2019, 16:08