Ein Gerüst um das Bismarck-Denkmal in Hamburg

Wir und die - 18.12.2021

Stand: 19.11.2021, 18:19 Uhr

Wir und die. In- und Ausländer. Schwarze und Weiße. Bürger und Rechtlose. Menschen sortieren ist eine Grundübung der modernen Welt. Sie produziert Ordnung, Sieger, Opfer und Gewalt.
Mit Uli Hufen

Die deutsche koloniale Vergangenheit hat nirgends mehr Spuren hinterlassen als in Hamburg. Von hier zogen Deutsche hinaus in die Welt, um zu handeln und zu erobern. Und aus den unterworfenen Ländern kamen Waren und Geld und Menschen nach Hamburg. Der Kolonialismus hat Hamburg geprägt und Hamburg den Kolonialismus.

Grenzen sind Sortiermaschinen für Menschen. Der Soziologe Steffen Mau untersucht, wie das im 21.Jahrhundert funktioniert. In Eugene McCabes Roman "Tod und Nachtigallen" ist die Welt in Katholiken und Protestanten geteilt.

Und für den selbsternannten Afropessimisten Frank B. Wilderson III gibt es nur einen Ausweg aus der fortgesetzten Versklavung schwarzer Menschen durch Weiße: das Ende der Welt.

Themen der Sendung

Hamburg: Tor zur kolonialen Welt. Erinnerungsorte der (post-) kolonialen Globalisierung, Hrsg. von Jürgen Zimmerer und Kim Sebastian Todzi. Wallstein, 591 Seiten, 28 Euro
(Autorengespräch mit Jürgen Zimmerer)

Steffen Mau: Sortiermaschinen. Die Neuerfindung der Grenze im 21. Jahrhundert, C.H. Beck, 189 Seiten, 14.95
(Kritikergespräch mit Peter Meisenberg)

William Melvin Kelley: Ein Tropfen Geduld, aus dem Amerikanischen von Kathrin Razum, Hoffmann & Campe. 284 Seiten, 24 Euro.
(Rezension von Wieland Freund)

Frank B. Wilderson III: Afropessismismus, aus dem Amerikanischen von Jan Wilm, Matthes&Seitz, 415 Seiten, 28 Euro
(Lesung)

Kassiber aus Frauenklöstern – Reportage von Veronika Bock

Hinweis:

Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen
Ausstellung im Museum Schnütgen – in Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln. 26.10.2021 – 30.01.2022

Wir und die

WDR 3 Gutenbergs Welt 18.12.2021 49:39 Min. Verfügbar bis 16.12.2022 WDR 3


Download