Im Imperium und danach - 31.07.2021

Imperium von Karl dem Großen, Imperium Caroli magni, Karte von 1657

Im Imperium und danach - 31.07.2021

In Imperien kommen Völker, Kulturen, Sprachen zusammen. Wenn sie zu Nationalstaaten zerfallen, beginnt die große Entmischung.
Mit Uli Hufen

Dževad Karahasan erzählt in seinem "Tagebuch der Übersiedlung" vom Leben im belagerten Sarajewo im Jahr 1992. Dabei zeichnet er wie nebenbei das Panorama der kulturellen Komplexität einer Vielvölkermetropole, die in diesen Wochen und Monaten für immer endete und heute nur noch in der Literatur und in der Erinnerung existiert.

Alexander Goldstein emigrierte nach dem Zerfall der Sowjetunion aus Baku nach Israel und wurde dort zum russischen Schriftsteller. George Orwell berichtet in seinem ersten Roman "Tage in Burma" aus dem Alltag des British Empire. Und der Inder Pankaj Mishra sortiert das fade ideologische Nachleben der europäischen Imperien.

Themen der Sendung

Dževad Karahasan: Tagebuch der Übersiedlung, aus dem Bosnischen von Katharina Wolf-Grießhaber, Suhrkamp, 223 Seiten, 24 Euro
(Autor im Gespräch)

Pankaj Mishra: Freundliche Fanatiker. Über das ideologische Nachleben des Imperialismus, S.Fischer, 304 Seiten, 24 Euro
(Rezension von Raul Zelik)

Joseph Andras: Kanaky. Auf den Spuren von Alphonse Dianou. Ein Bericht. Aus dem Französischen von Claudia Hamm, Hanser, 320 Seiten, 25 Euro
(KritikerInnengespräch mit Dina Netz)

In der Schule des Reisens – zusammengestellt von Thomas Böhm

Alexander Goldstein: Aspekte einer geistigen Ehe. Aus dem Russischen von Regine Kühn, Matthes&Seitz, 331 Seiten, 28 Euro
(Lesung)

Hinweis auf:

George Orwell: Tage in Burma, aus dem Englischen von Manfred Allié, Dörlemann Verlag, 464 Seiten, 30 Euro

Im Imperium und danach

WDR 3 Gutenbergs Welt 31.07.2021 51:15 Min. Verfügbar bis 29.07.2022 WDR 3


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Stand: 06.07.2021, 10:29