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Mit vielen Premieren: Das WDR 3 Public Viewing 2021

Mit vielen Premieren: Das WDR 3 Public Viewing 2021

Von Daniela Ziemann (Text) und Claus Langer (Fotos)

Klassik und Klamauk: Die BBC Last Night of the Proms ist eine gelungene Mischung aus beidem. In diesem Jahr hat WDR 3 erstmals nach Köln zum legendären Public Viewing eingeladen. Der neue Chefdirigent Frank Strobel dirigierte das WDR Funkhausorchester.

Blick in den Klaus-von-Bismarck-Saal im WDR-Funkhaus in Köln, in dem das WDR 3 Public Viewing stattfindet.

Seit 2012 veranstaltet WDR 3 jährlich das Public Viewing zur BBC Last Night of the Proms. Nach Stationen in der DASA in Dortmund, dem Parktheater Iserlohn und der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld lud WDR 3 erstmals nach Köln ins Funkhaus ein.

Seit 2012 veranstaltet WDR 3 jährlich das Public Viewing zur BBC Last Night of the Proms. Nach Stationen in der DASA in Dortmund, dem Parktheater Iserlohn und der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld lud WDR 3 erstmals nach Köln ins Funkhaus ein.

Beim WDR 3 Public Viewing galt die "3-G-Regel": Geimpft, genesen oder getestet. Die WDR-Mitarbeiter überprüften am Eingang die Nachweise des Publikums.

WDR 3-Moderator Jörg Lengersdorf führte auch in diesem Jahr durch den "Proms-Marathon". Er moderierte das Auftaktkonzert mit dem WDR Funkhausorchester und kommentierte auch die Live-Übertragung aus London.

Auf dem Programm: Ein Konzert der britischen Komponistin Ethel Smyth, die sich 1910 den Sufragetten anschloss. Die Frauenbewegung setzte sich unter anderem für das Frauenwahlrecht ein. Den Solopart übernahmen Solo-Hornist Marcel Sobo und Konzertmeister Juraj Cizmarovic.

ARD-Korrespondentin Gaby Biesinger wurde aus London zugeschaltet. In eine Union-Jack-Flagge gehüllt berichtete sie unter anderem davon, dass die Corona-Maßnahmen weitgehend abgeschafft wurden und die BBC Last Night of the Proms wieder mit Publikum stattfinden durfte.

Der neue Chefdirigent des WDR Funkhausorchesters, Frank Strobel, dirigierte erstmals das WDR 3 Public Viewing. Strobel lebte lange in London und entführte das Publikum mit der Filmmusik der US-amerikanisch-britischen Komödie  "Notting Hill" in das gleichnamige Londoner Viertel.

Zwischen dem Auftaktkonzert und der Übertragung aus London musste der Konzertsaal wegen Corona eine Stunde gelüftet werden. Das Publikum wanderte deshalb in ein Brauhaus in der Nähe.

Astrid und Jürgen Weitz versuchten mit dem WDR 3 Public Viewing das Fernweh nach Großbritannien zu vertreiben. Vor Corona besuchten der Englischlehrer aus Düsseldorf und seine Frau regelmäßig die britische Insel.

Magdalena und Hartmut Flintrop aus Essen sind WDR 3 Public Viewing Fans. In den letzten Jahren waren sie zweimal in Dortmund und einmal jeweils in Iserlohn und Bielefeld dabei. Das Konzert in Köln war ihr fünftes in der Reihe.

Nach der Pause ging es weiter mit der Live-Übertragung aus London. Das Publikum nahm neben ausgeschnittenen Instrumenten-Attrappen Platz, die als Abstandshalter auf den Sitzen angebracht wurden.

Überlebensgroß: Auf der Leinwand ist der finnische Dirigent Sakari Oramo zu sehen, der die BBC Last Night of the Proms in London dirigierte. In seiner Rede erinnerte er an die Musiker:innen, die besonders unter der Coronakrise zu leiden haben.

Zur heimlichen Hymne "Rule Britannia!" durfte wegen Corona in diesem Jahr in Köln nicht gesungen werden. Fähnchenschwenken, mitsummen und applaudieren ging aber auch hier.

Stand: 12.09.2021, 15:36 Uhr