Die Preisträgerinnen und Preisträger 2018

Theater Gütesloh

14. WDR Jazzpreis

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2018

Mit dem WDR Jazzpreis zeichnet der Westdeutsche Rundfunk die Vielfältigkeit der regionalen Jazzszenen dieses Bundeslandes aus. Im Februar wird der Preis zum 14. Mal verliehen. Ausgezeichnet werden Hendrika Entzian, Roger Hanschel, Ramesh Shotham und das Young 7Teen Jazz Orchestra. Den Ehrenpreis erhält der Bunker Ulmenwall.

Mit dem WDR Jazzpreis zeichnet der Westdeutsche Rundfunk die Vielfältigkeit der regionalen Jazzszenen des Bundeslandes aus. Die Preisträger wurden von einer Fachjury ausgewählt, der Jazzmusiker und Jazzkritiker sowie die Jazz-Redaktion des WDR angehören. Die Preisverleihungen und die Preisträgerkonzerte finden im Rahmen des WDR 3 Jazzfests am 02. Februar 2018 ab 20 Uhr im Theater Gütersloh statt. Durch den Abend führen wird der Pianist und langjährige WDR 3 Jazz-Moderator Götz Alsmann.

WDR Jazzpreis "Komposition" - Hendrika Entzian

Preisträgerin des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Komposition": Die Bassistin Hendrika Entzian

Preisträgerin des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Komposition": Die Bassistin Hendrika Entzian

Geboren 1984 in Kiel, ausgebildet zunächst als Jazz-Bassistin in Hamburg und seit 2009 an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, beendete sie ihr Masterstudium in Jazz-Komposition und –Arrangement im Jahr 2015 mit Auszeichnung. Seitdem hat die junge Bassistin und Komponistin/Arrangeurin, die an der Musikhochschule sehr treffend als "Artist in Progress" beschäftigt ist, alle Hände voll zu tun mit Auftragsarbeiten, schreibt Arrangements und Kompositionen und übernimmt Orchesterleitungen. Zudem nutzte sie im vergangenen Jahr die Möglichkeit, sowohl mit der Bigband der Musikhochschule als auch mit dem Subway Jazz Orchestra ihre eigene Musik auf die Bühne zu bringen.

WDR Jazzpreis "Improvisation" - Roger Hanschel

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Improvisation": Der Saxofonist Roger Hanschel

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Improvisation": Der Saxofonist Roger Hanschel

Roger Hanschel, Jahrgang 1964, geboren und aufgewachsen in Wolfsburg, studiert von 1981 bis 1985 am Jazz-Studiengang der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Mit Hans Lüdemann gründet er damals die Gruppe Nana, die sich irgendwann in ein Orchester verwandelt. Mit der Sängerin Gabriele Hasler greift er die Anregungen moderner Lyrik auf und erkundet die Intimität des Duo-Spiels. Zuletzt hat er sich eingehend mit der klassischen indischen Musik befasst und mit Wegen, wie er deren komplexe, mikrotonal gefärbte Tonalität und die vertrackten rhythmischen Strukturen auf das Saxofon übertragen und für sein eigenes Spiel nutzbar machen kann.

WDR Jazzpreis "Musikkulturen" - Ramesh Shotham

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Musikkulturen": Der Perkussionist Ramesh Shotham

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Musikkulturen": Der Perkussionist Ramesh Shotham

Ramesh Shotham, geboren 1948 in Madras, im Südosten Indiens, machte nach einem Studienabschluss in Zoologie zunächst als Rockmusiker auf sich aufmerksam, studierte dann sein perkussionistisches Handwerk und die Klassische Indische Musik in verschiedenen Facetten, sowie die Trommelsprache am Karnataka College in Bangalore und gründete mit dem indischen Pianisten Louiz Banks das Jazz Yatra Septet, mit dem er 1980 nach Deutschland kam.

WDR Jazzpreis "Nachwuchs" - Young 7Teen Jazz Orchestra

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Nachwuchs": Das Young 7Teen Jazz Orchestra

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Nachwuchs": Das Young 7Teen Jazz Orchestra

Wer die Mühe kennt, die es macht, auch nur eine kleine Band zu zusammenzuhalten, für den ist die Entwicklung hinter dem Namen "Young 7Teen Jazz Orchestra" ein mittleres Wunder. Ein neunzehnköpfiges Orchester ist keine kleine Band, und mit der Personalstärke steigt der organisatorische Aufwand exponentiell. Termine abstimmen und festklopfen, dafür sorgen, dass alle Beteiligten immer über alle aktuellen Informationen verfügen, sicherstellen, dass Übungsräume und Technik allen Ansprüchen genügt, und, und, und. Normalerweise können so etwas nur größere Organisationen, Musikhochschulen, -schulen und -vereine stemmen, und das nur, weil sie über einen organisatorischen Überbau verfügen.

WDR Jazzpreis "Ehrenpreis" - Bunker Ulmenwall

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Ehrenpreis" ist der Bunker Ulmenwall, Bielefeld. Hier im Bild: Geschäftsführerin Lena Jeckel

Preisträger des WDR Jazzpreises 2018 in der Kategorie "Ehrenpreis" ist der Bunker Ulmenwall, Bielefeld. Hier im Bild: Geschäftsführerin Lena Jeckel

Als der Bunker Ulmenwall 1956 gegründet wurde, war noch nicht abzusehen, dass aus diesem einstigen Kriegsbunker ein bedeutender Club für improvisierte Musik wird. Anfangs noch als Puppentheater bespielt, schärfte er ab den 1960er-Jahren sein Profil als Jazzclub unter städtischer Leitung. Aber auch heute noch ist der Bielefelder Club nicht nur Jazz-Spielstätte, sondern ein wichtiges soziokulturelles Zentrum für die Region Ostwestfalen – z.B. durch die Jazz- und Musikkulturen-Workshops für geflüchtete Menschen, die seit 2014 vom Bunker Ulmenwall durchgeführt werden.