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Jetzt läuft: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19 / Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 19 von Tschaikowsky, Peter

Preview Jazz - 07.02.2019

Teaserbild Preview Jazz - 07.02.2019

Preview Jazz - 07.02.2019

Eine Preview zu neuen Alben aus dem Bereich Jazz. CDs von Alex Gunia, Alexander Kuhn und Michel Petrucciani.

Hell 1981 (Cover)

Alex Gunia - Hell 1981
Die Doppeldeutigkeit des Titels – englisch: "Hell Nineteenhundredeightyone" und deutsch: "Hell Neunzehnhunderteinundachtzig" – ist zwar beabsichtigt, aber für die Musik eher ohne Belang. Außer vielleicht, dass sich Gunia an die Zeit Anfang der 1980er erinnert hat, als er zum ersten Mal mit der Gitarre seine Musik im Mehrspurverfahren aufgenommen hat. Auf "Hell 1981" sind hymnische Lieder ohne Worte mit geringem Improvisationsanteil zu hören – dicht ineinander verwobene, zwischen hell und dunkel changierende Klangflächen. Das Tempo kommt fast zum Stillstand, Rhythmen und Grooves setzen hauptsächlich dramaturgische Akzente.

The Place In The North (Cover)

Alexander "Sandi" Kuhn - The Place In The North
Die zwei Jahre in New York 2011 und 2012 waren für den Tenorsaxofonisten Alexander "Sandi" Kuhn prägend. In der Zeit lebte der heute 37-Jährige in Harlem und ging des Öfteren in einen Jazzclub in der Nähe seiner Wohnung. Im Stundenwechsel gab es dort ab 19 Uhr Konzerte mit vielen großartigen Jazzmusikern aus New York. Diese Konzerte haben in ihm die Frage aufgeworfen, wo er selbst als Saxofonist stehe und sein eigener Bereich im Jazz sei. Auf "The Place In The North" führt der Tenorist im improvisatorischen Prozess die Ausgangsmelodie immer weiter durch, stets das nächste Glied seiner Motivketten vorab im Kopf mitsingend. Das erzeugt eine melodische Logik, mit der er seine Geschichten stringent zu Ende erzählt.

One Night In Karlsruhe (Cover)

Michel Petrucciani - One Night In Karlsruhe
Das Pianotrio war für Michel Petrucciani stets die Besetzung seiner Wahl. 1988 kam er mit den beiden Amerikanern, dem Bassisten Gary Peacock und dem Schlagzeuger Roy Haynes, ins Jubez nach Karlsruhe. Dort hat der kleinwüchsige, seit seiner Geburt an der Glasknochenkrankheit leidende Petrucciani seine ganze Klasse demonstriert – nicht nur als gewieft aufspielender und hintersinniger Pianist, der seine Finger über die 88 Tasten fliegen lässt, sondern auch als kommunikativer Klangkünstler, der großen Wert auf ein antizipierendes Zusammenspiel mit seinen beiden Partnern legt. Der Konzertmitschnitt ist nun als "One Night In Karlsruhe" auf CD erschienen.

Moderation: Martin Laurentius
Redaktion: Tinka Koch

Stand: 07.02.2019, 15:35