Live hören
mit Derzhavina, Ekaterina Klavier
00.03 - 06.00 Uhr Das ARD Nachtkonzert

Die Alben der Woche 30.08.2021 - 03.09.2021

Die Alben der Woche 30.08.2021 - 03.09.2021

Iveta Apkalna stellt die Neubrandenburger Konzertorgel vor, das Dänische Nationale Barockorchester Concerto Copenhagen feiert gemeinsam mit dem Cellisten Andreas Brantelid das 30-jährige Jubiläum, Pianist Lucas Debargue spielt Musik des polnischen Komponisten Milosz Magin, das Vision String Quartet lässt sich für neue Songs u.a. vom Folk, Pop und Funk inspirieren und Dirigent Bertrand de Billy bringt Hindemiths „Mathis der Maler“ auf die Bühne.

Bertrand de Billy: Hindemiths „Mathis der Maler“

Paul Hindemiths Oper „Mathis der Maler“ ist jetzt zum ersten Mal als Video-Mitschnitt erschienen - in einer Produktion von 2012. Nick Sternitzke hat sich die DVD angesehen.

"Bertrand de Billy durchleuchtet die Partitur mit äußerster Sorgfalt, drosselt, wo Hindemiths Musik zu zerbersten droht, öffnet, wo ihre schillernden Farbabstufungen Raum brauchen. Keith Warner liefert dazu stimmige surreale Bilderwelten. Endlich: der aktuell einzige Mit-schnitt dieser Oper für’s Heimkino. Wen die Geräusche der geschäftigen Bühnenmaschinerie nicht stören - für den gibt’s die Produktion auch auf CD"

Cover: Hindemith - Mathis der Maler; Interpretation: 5 Sterne, Repertoire: 5 Sterne, Regie: 4 Sterne

DVD - Angaben:
Paul Hindemith: Mathis der Maler / u.a. Wolfgang Koch, Kurt Streit, Franz Grundheber, Manuela Uhl, Wiener Symphoniker, Slowakischer Philharmonischer Chor, Bertrand de Billy (musik. Ltg.); Keith Warner (Regie) / Naxos 10674633

Vision String Quartet - "Spectrum"

Das "Vision String Quartet" ist als Grenzgänger bekannt. Auf dem neuen Album präsentieren sie Eigenkompositionen, inspiriert unter anderem von Rock, Pop und Minimal Music. Da bekommt man gute Laune, meint Daniela Ziemann.

"Das Quartett zeigt mit dem Album „Spectrum“ seine Wandlungsfähigkeit und spielerische Freude am Umgang mit Musik – jenseits von festen Genregrenzen. Ein Album, das beim Hören durchweg Spaß macht. Und viele Songs haben zumindest bei mir einen Ohrwurm hinterlassen."

Cover: Vision String Quartet   Spectrum; Interpretation: 5 Sterne, Repertoire: 4 Sterne, Klang: 4 Sterne

CD - Angaben:
Spectrum / Vision String Quartet / Warner Classics 0190296656699

Lucas Debargue spielt Musik von Miłosz Magin

Der Pianist Lucas Debargue war schon als Teenager begeistert von einem polnischen Komponisten, den kaum einer kennt: Miłosz Magin. Jetzt widmet er ihm eine ganze CD. Mit dabei: Der berühmte Geiger Gideon Kremer und die Kremerata. Ein Gewinn fürs Repertoire, meint Elisabeth Richter.

"Diese CD mit Musik von Miłosz Magin zeigt, dass es nach dem zweiten Weltkrieg auch qualitätvolle Musik gab, die der traditionellen Harmonik treu blieb und ohne die avantgardistischen Neuerungen auskam, wie die Auflösung der harmonischen Bezugssysteme. Miłosz Magin ist eine echte Entdeckung, und Lucas Debargue, Gidon Kremer und seine Kremerata Baltica faszinieren von der ersten bis zu letzten Note."

Cover: Zal – The Music of Milosz Magin; Interpretation: 5 Sterne, Repertoire: 4 Sterne, Klang: 5 Sterne

CD - Angaben:
ŻalThe music of Miłosz Magin / Lucas Debargue, Gidon Kremer, Kremerata Baltica / Sony 19439870312

"Times of Transition": Andreas Brantelid mit galanten Cellokonzerten

Ganz anders, barocker, wirken die beiden vielgespielten Cellokonzerte von Joseph Haydn nachdem man das empfindsame Konzert von Carl Philipp Emanuel Bach gehört hat. Eine rundum galante Aufnahme, lobt Nele Freudenberger.

"Die Aufnahme ist sehr präsent und unmittelbar. [...] Die schnellen Sätze könnten für meinen Geschmack etwas kerniger sein, die langsamen habe ich schöner noch nicht gehört und in der Kombination miteinander bringen die Konzerte wirklich tolle, neue Höreindrücke."

Cover: Andreas Brantelid - Times of Transition; Interpretation: 4 Sterne, Repertoire: 2 Sterne, Klang: 3 Sterne

CD - Angaben:
"Times of Transition"; Cellokonzerte von Carl Philipp Emanuel Bach und Joseph Haydn / Andreas Brantelid (Cello); Concerto Copenhagen; Lars Ulrik Mortensen (Ltg.) / Naxos 8.574365

Iveta Apkalna: Triptychon

Als „König der Instrumente“ - maskulin! - bezeichnet die lettische Organistin Iveta Apkalna ihr Instrument. Ihre neue Aufnahme ist auf einem Monarchen entstanden, den sie selbst eingeweiht hat. Rezension von Jan Ritterstaedt.

"Das Album „Triptychon“ überzeugt nicht nur von der Repertoire-Auswahl her: Iveta Apkalna schöpft auch die klanglichen Möglichkeiten der Neubrandenburger Konzertorgel mit ihren 70 Registern sehr kreativ aus. Man spürt, dass sie selbst bei der Konzeption dieses Instruments beteiligt gewesen ist."

Cover: Iveta Apkalna - Triptychon; Interpretation: 4 Sterne, Repertoire: 3 Sterne, Klang: 4 Sterne

CD - Angaben:
"Triptychon" - Musik von Vasks, Bach & Liszt/ Iveta Apkalna (Orgel) / Berlin classics 00302005BC