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Das taugen wiederverwendbare Corona-Masken

Das Bild zeigt eine FFP2-Maske.

Das taugen wiederverwendbare Corona-Masken

Von Sebastian Moritz


OP-Masken und FFP2-Masken sorgen für viel Müll. Geschätzt werden weltweit jede Sekunde 50.000 Masken produziert. Eine Alternative könnten wiederverwendbare Masken sein.

  • FFP2 oder OP-Masken oft Vorschrift
  • Alternative Masken wiederverwendbar
  • Auf Prüfsiegel achten

Die Zeit der selbstgenähten Stoffmasken ist in vielen Bereichen unseres Alltags vorbei. Die Coronaschutzverordnung in NRW schreibt Atemschutzmasken mit dem FFP2-Standard zum Beispiel für Bus, Bahn oder den Friseurbesuch vor. In Supermärkten, Museen und Kinos sind immerhin OP-Masken nötig. Unter bestimmten Bedingungen lassen sich diese Masken auch mehrfach benutzen, doch früher oder später landen sie im Müll.

Hersteller: Maske mehr als 200 Mal verwendbar

Mehrere Hersteller werben nun mit wiederverwendbaren Masken, die die strengen Vorgaben der Behörden erfüllen. Der Schweizer Hersteller Livinguard hat eine Maske aus einem Material entwickelt, das Viren elektrostatisch anziehen und dann zerstören soll. Die Maske lässt sich nach Angaben des Unternehmens mehr als 200 Mal wiederverwenden und kann mit kaltem Wasser ausgespült werden.

Das Unternehmen Mask 24 hat in seine Masken eine Nano-Membran eingebaut, die winzig kleinen Poren sollen Viren abhalten. Die Maske lässt sich nach Herstellerangaben mehr als 20 Mal bei 30 Grad waschen. Andere Unternehmen setzen auf austauschbare FFP2-Filter, die sich in die Maske schieben lassen. Das Unternehmen Viotrade weist allerdings darauf hin, dass diese Masken derzeit noch nicht als medizinische Masken gelten.

Auf das Prüfsiegel kommt es an

Ob die wiederverwendbaren Masken als medizinische Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken im Sinne der Coronaschutzverordnung gelten, hängt nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums davon ab, ob die Masken entsprechend zertifiziert sind.

Medizinische Masken (so genannte OP-Masken) haben die Prüfnorm EN 14683 und das entsprechende CE-Siegel. In Bus und Bahn sind in NRW Atemschutzmasken vorgeschrieben. Dazu zählen Masken des Standards FFP2 und höher (Prüfnorm EN 149 ohne Ausatemventil) sowie vergleichbare Masken (insbesondere KN95/N95, nach der chinesischen Norm GB2626).

„Bürgerinnen und Bürger müssen darauf achten, ob sich die oben genannten Normen  auf den Produkten oder in der Produktbeschreibung wiederfinden“, heißt es aus dem NRW-Gesundheitsministerium.

Ab in die Wäsche - Wiederverwendbare Corona-Masken

WDR 2 Servicezeit 09.06.2021 03:12 Min. Verfügbar bis 09.06.2022 WDR 2


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Stand: 09.06.2021, 10:10