Live hören
Jetzt läuft: Breathing von Jason Derulo

Kein Fleisch, kein Fisch – So gesund ist eine pflanzliche Ernährung

Korb gefüllt mit Obst und Gemüse

Kein Fleisch, kein Fisch – So gesund ist eine pflanzliche Ernährung

Von Lovis Krüger

Etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland verzichten weitestgehend auf Fleisch. Aber wie gesund ist die vegane oder vegetarische Ernährung?

Immer mehr Menschen verzichten auf tierische Produkte in der Ernährung. Dabei gibt es viele verschiedene Ernährungsweisen:

Flexitarier essen nur manchmal Fleisch. Vegetarier essen überhaupt kein Fleisch und Veganer verzichten komplett auf tierische Produkte, also auch auf Milch, Eier und Honig.

Wichtig ist, egal bei welcher Ernährungsform, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

Weder Fisch noch Fleisch – Ist vegetarische Ernährung gesund?

Frag Dich fit 24.09.2021 27:43 Min. Verfügbar bis 26.09.2031 WDR Online


Download

Veganer brauchen zusätzlich Vitamin B12

Wer komplett auf tierische Produkte verzichtet, läuft Gefahr, mit bestimmten Nährstoffen unterversorgt zu sein. Veganer sollten darauf achten, dass sie durch eine bewusste Ernährung folgende Nährstoffe in ausreichender Menge zu sich nehmen:

  • Vitamin B12
  • Eisen
  • Calcium
  • Jod

Wobei Vitamin B12 kaum in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorhanden ist und dementsprechend als Extra-Präparat eingenommen werden sollte. Der Vitamin-B12-Spiegel kann mit regelmäßigen Bluttests überprüft werden.

Vegetarier hingegen können sich, durch eine bewusste Ernährung, ausreichend mit allen nötigen Nährstoffen versorgen und müssen dann keine Nahrungsergänzungsmitteln nehmen.

Rotes Fleisch kann das Krebsrisiko erhöhen

Auch der Fleischverzehr ist nicht unproblematisch für die eigene Gesundheit. Erwachsene Menschen sollten nur 400 bis 600 Gramm pro Woche essen. Doc Esser empfiehlt dabei vor allem mageres Fleisch, wie Putenfleisch, zu verzehren. Gepökeltes Fleisch ist wegen des hohen Salzgehalts nicht gesund, genauso wenig wie stark verarbeitete Fleischprodukte, wie etwa Wurst.

Studien zeigen, dass der Verzehr von viel ‚rotem Fleisch‘ das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen kann. Zu rotem Fleisch gehört: Schweine-, Kalb-, Rind-, Lamm- und Kaninchenfleisch.

Auf eine ausgewogene Ernährung kommt es an

Zu einer guten Ernährung gehören sogenannte Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine und Fette) und auch Mikronährstoffe (z.B. Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe).  Eine Anleitung für eine ausgewogene Ernährung und welche konkreten Lebensmittel dazu gehören, gibt es von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Diese Empfehlungen sind allerdings nur ein Orientierungswert. „Es gibt nicht die eine Ernährung für alle, sondern jeder muss für sich herausfinden, was für ihn die optimale Ernährung ist“, sagt Doc Esser im WDR-2-Podcast „Frag Dich fit“.

Stand: 23.09.2021, 15:33