Hohe Spritpreise – Gute Fahrweise spart Geld

Mann hält Benzinschlauch an Tankstelle

Hohe Spritpreise – Gute Fahrweise spart Geld

Von Jörg Steinkamp

Staus, Baustellen, Parkplätze - Autofahren macht kaum noch Spaß. Und jetzt sind auch noch die Sprit - und Dieselpreise stark gestiegen. Spritsparen lohnt sich also.

Unnötige Bauteile abmontieren

Auto mit Dachgepäckträger

Nicht notwendige Bauteile sollten abmontiert werden, um zusätzlichen Luftwiderstand zu vermeiden

Die Fahrt in den Urlaub liegt schon Monate zurück, der Dachgepäckträger ist aber noch montiert. Einer von vielen Fehlern, die immer wieder gemacht werden. Auch der Zusatzspiegel, der zum Rangieren mit dem Wohnwagen nötig ist, frisst Kraftstoff. Denn auch der sorgt für zusätzlichen Luftwiderstand. Hier rät die Verkehrswacht: Abmontieren. Das spart spürbar Geld.

Spritsparen fängt bei Klimaanlage an

Die Klimaanlage ist DER Spritfresser im Innenraum. Sind die Temperaturen nicht hochsommerlich, tut es auch die normale Lüftung. Und auch die muss nicht auf voller Leistung laufen. Auch die Heckscheibenheizung frisst viel Energie. Da der Schalter hierfür gerne etwas außerhalb des Sichtfeldes verbaut ist, bleibt sie oft viel zu lang eingeschaltet.

Die eigene Fahrweise spart am meisten Sprit

Der effektivste Tipp: Frühes Schalten. Fahrtrainer der Verkehrswacht raten, bei 1500 bis 2000 Umdrehungen zu schalten. Und keine Angst vor hohen Gängen haben. Denn ein frühes Schalten in den 5. oder 6. Gang spart spürbar Kraftstoff. Außerdem sollte vorrausschauend gefahren werden. Taucht ein Hindernis auf, einfach den Fuß vom Gas nehmen. Denn so entfällt in vielen Fällen das unnötig starke Bremsen und das darauffolgende Beschleunigen.

Schubabschaltung beim Bergabfahren

Verkehrsschild zeigt 15% Gefälle

Schubabschaltung beim Bergabfahren benutzen

Moderne Fahrzeuge verfügen über eine Schubabschaltung. Die kommt beim Bergabfahren zum Einsatz. Denn nehme ich hier den Fuß vom Gas, kommt der Wagen durch den Schwung und die reine Mechanik des Motors vorwärts. Wird in dieser Situation die Kupplung getreten, befindet sich der Wagen im Leerlauf. Und in diesem Fall wird wieder Kraftstoff benötigt, im Durchschnitt 1 bis 1,5 Liter auf 100 Kilometer

Ersparnis spürbar

Die WDR-Servicezeit hat all diese Tipps geprüft und zwei Vergleichsfahrten gemacht, jeweils die identische Strecke von 30 Kilometern mit Stadt-, Land- und Autobahnabschnitten gefahren. Das Ergebnis: Der Verbrauch konnte beim Testwagen von 7,1 auf 6,1 Liter auf 100 Kilometer gesenkt werden. Da die jährliche Durchschnittsfahrleistung in NRW bei 11.049 Kilometern liegt, würden bei aktuellen Kraftstoffpreisen von 1,53 € für den Liter Diesel und 1,72 € für Super eine Ersparnis von 168,30 € bzw. 189,20 € pro Jahr „erfahren“ werden.

Stand: 24.11.2021, 14:30