WDR 2 Spiele: "Great Plains" von Trevor Benjamin und Brett J. Gilbert (Spieleschachtel mit Fuchs und Schlange und Spielmaterial mit bunten Spielsteinen auf einem Tisch)

Great Plains – Jedem Tier sein Revier

Stand: 07.02.2022, 00:00 Uhr

  • Füchse und Schlangen konkurrieren um die besten Jagdgründe
  • Totemtiere helfen dabei, den entscheidenden Vorteil zu erringen
  • Schnelles und spannendes Taktikspiel für zwei

Von Eike Risto

Great Plains - Jedem Tier sein Revier

WDR 2 07.02.2022 03:51 Min. Verfügbar bis 07.02.2023 WDR 2


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Schnell erklärt

In "Great Plains" konkurrieren Füchse und Schlangen um die besten Jagdgründe. Das modulare Spielfeld zeigt neben den begehrten Revieren auch schier unüberwindbare Gebirge und mächtige Totemtiere, die den Spielenden helfen können. Wer am Zug ist, setzt eine seiner 20 Figuren auf das Spielfeld, immer angrenzend an eine bereits platzierte eigene Figur.

Wer die Mehrheit der Figuren in einem Jagdgrund besitzt, erhält am Spielende Punkte – und zwar einen pro Feld. Wer dagegen eine Figur auf einem Feld mit Totemtier platziert, kann dieses für sich nutzen. Das schnelle Pferd lässt uns beim Einsetzen einer Figur ein Feld überspringen, der noble Adler ein Gebirge überfliegen und der starke Bär eine gegnerische Figur aus dem Weg schubsen. Das Spiel endet, wenn beide Spielenden alle Figuren platziert haben.

Was macht den Spielreiz aus?

Im Herzen ist "Great Plains" ein abstraktes Taktikspiel. Von anderen Spielen des Genres hebt es sich durch eine liebevolle Präsentation und wenige, einfache Regeln wohltuend ab. Seicht ist es aber nicht: Spielerisch gleicht "Great Plains" einem intellektuellen Tauziehen an vielen Orten gleichzeitig.

Jede Position eröffnet neue Möglichkeiten. Manchmal ist die Androhung eines Zuges mächtiger als der Zug selbst. Und manchmal müssen wir eigene Figuren opfern, um die Position unseres Gegenübers zu schwächen. Große Jagdgründe sind besonders wertvoll, aber auch schwer zu kontrollieren. Wer dagegen viele kleine Reviere beansprucht, zwingt auch die Konkurrenz, ihre Kräfte aufzuteilen

Wer hat Spaß?

Wer sich lieber auf den eigenen Grips statt auf das Glück verlässt, ist hier richtig. Fans herausfordernder Denkspiele bekommen bei "Great Plains" in kurzer Zeit viel geboten.

Wer den intellektuellen Zweikampf scheut oder ein abendfüllendes Spielerlebnis sucht, sollte sich nach anderen Jagdgründen umsehen.

Fazit

"Great Plains" ist schnell gelernt und gespielt, dabei aber randvoll mit interessanten Entscheidungen. Ein schönes und spannendes „Zwischendurchspiel“ für zwei.

Great Plains
Trevor Benjamin, Brett J. Gilbert
Lookout Games
2 Spieler:innen ab 8 Jahren, ca. 20 Minuten
ca. 15 Euro