Fort – Banden bauen Burgen

Stand: 10.01.2022, 00:00 Uhr

  • Kinderbanden wetteifern um die coolste Burg weit und breit
  • Wer gewinnen will, braucht Freunde, Pizza und Spielzeug
  • Herrlich buntes Deckbauspiel mit starkem, unverbrauchtem Thema

Von Eike Risto

Fort - Banden bauen Burgen WDR 2 10.01.2022 03:42 Min. Verfügbar bis 10.01.2023 WDR 2

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Schnell erklärt

Als Anführer einer Kinderbande wollen wir in "Fort" die coolste Burg in der Nachbarschaft bauen. Dafür brauchen wir drei Dinge: Freunde, Pizza und Spielzeug (zusammen einfach "Zeugs" genannt). Letzteres benötigen wir, um unsere Burg aufzuwerten. Wer die fünfte Stufe erreicht, hat so gut wie gewonnen -  doch dafür braucht es jede Menge Zeugs.

Um dieses zu bekommen, spielen wir unsere Freunde in Form von Handkarten aus. Jedes Kind bringt andere Fähigkeiten mit: Manche sind gut darin, Zeugs zu beschaffen, andere bauen an der Burg und wieder andere ärgern unsere Mitspieler. In jedem Zug können wir ein weiteres Kind in unsere Bande aufnehmen und von seinen Skills profitieren. Je mehr Freunde zusammenarbeiten, desto besser für uns.

Was macht den Spielreiz aus?

"Fort" gelingt es, alle Spielmechaniken eng mit seinem Thema zu verknüpfen. Die Kinder sammeln Zeugs und stopfen es für später in den Rucksack, beste Freunde machen es sich im Baumhaus bequem, "Erfundene Regeln" bringen ihren Erfindern Punkte für den Spielsieg. Sehr passend für eine wildgewordene Kinder-Bande.

Zwei Besonderheiten sorgen für zusätzliche Spieltiefe: Wer die richtigen Kinder auf der Hand hat, kann den Aktionen der Mitspieler "folgen" und so auch außerhalb des eigenen Spielzugs Zeugs sammeln oder die eigene Burg ausbauen. Und: Freunde, die nicht gespielt wurden, können von den Mitspielenden gemopst werden. Die beste Freundschaft ist vergänglich und andere Banden haben auch schöne Burgen.

Wer hat Spaß?

"Fort" ist ein Spiel für Improvisationstalente, Chancen-Erkenner und Bauchgefühl-Spielerinnen. Und natürlich für Erwachsene, die einfach mal wieder Kinder sein wollen.

Wer Chaos nicht abkann und es nicht mag, wenn andere die eigenen Pläne durchkreuzen, macht um den Burgenbau besser einen Bogen. Und obwohl "Fort" herrlich kindisch ist, sollten die Mitspielenden wenigstens 10 Jahre alt sein. Vorher ist die Komplexität von Karten und Spielprinzip eher zu hoch.

Fazit

"Fort" ist ein herrlich buntes Deckbauspiel für Fortgeschrittene mit einem starken und unverbrauchten Thema. Eine wunderbare Auszeit vom Erwachsensein.

Fort
Grant Rodiek
Leder Games / Asmodee
2-4 Spieler:innen ab 10 Jahren, ca. 30-45 Minuten
ca. 30 Euro