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WDR 2 Spiele: "Cascadia" von Randy Flynn

Cascadia – Landschaft legen, Hirsche hegen

Stand: 14.03.2022, 00:00 Uhr

  • Im Nordwesten der USA entstehen wilde Landschaften voller Tiere
  • Simpel, aber mit Tiefgang – jeder Zug beeinflusst die Folgenden
  • Familienfreundliches Legespiel, das wirklich alle begeistern kann

Von Eike Risto

Cascadia - Landschaft legen, Hirsche hegen

WDR 2 14.03.2022 03:19 Min. Verfügbar bis 14.03.2023 WDR 2


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Schnell erklärt

In "Cascadia" bauen wir eine Wildnis und bevölkern sie mit Tieren: Wer am Zug ist, darf sich eines von immer vier ausliegenden Paaren aus Landschafts- und Tierplättchen nehmen. Die Landschaft erweitert unsere persönliche Wildnis – und zwar am besten so, dass viele möglichst große Lebensräume entstehen. Auf jeder Landschaft ist außerdem Platz für ein Tier – Symbole zeigen an, wer sich wo zu Hause fühlt.

Dabei hat jede der fünf Tierarten andere, von Partie zu Partie unterschiedliche Bedürfnisse: Bären sind Einzelgänger, Hirsche Rudeltiere und Bussarde brauchen viel Platz. Je besser es uns gelingt, diese Bedürfnisse zu befriedigen, desto mehr Punkte ist ein Tier wert. Wenn alle Mitspielenden 20 Züge hatten, ist Schluss: Wer nun durch Tiere und Landschaften die meisten Punkte hat, gewinnt.

Was macht den Spielreiz aus?

Landschaften und Tiere sind in "Cascadia" zwei Ebenen eines gemeinsamen Puzzles, die sich ständig gegenseitig beeinflussen. Wer seine Landschaften geschickt legt und sich viele Möglichkeiten offen hält, braucht den Zufall nicht zu fürchten. Wer aber zu lange zaudert, hat kaum Chancen auf die großen Punkte durch viele wertvolle Tiere.

Douglasienzapfen, die wir manchmal als Belohnung für das Platzieren eines Tieres erhalten, eröffnen uns zusätzliche Möglichkeiten: Im Tausch für einen Zapfen können wir statt eines der vorgegebenen Paare eine beliebige Kombination aus Landschafts- und Tierplättchen nehmen. Oder beliebig viele Tiere abwerfen und durch neue ersetzen. Doch die Zapfen sind rar und ihre Verwendung will gut überlegt sein.

Wer hat Spaß?

Wer beim Spielen Verstand und Bauchgefühl unter einen Hut bringen kann und Freude an der Tier- und Naturthematik hat, sollte "Cascadia" unbedingt ausprobieren.

Doppelbödige Strategien und direkte Konfrontation gibt es hier nicht. Alle bauen friedlich vor sich hin – am Ende wird verglichen. Wer das öde findet, spielt besser was anderes.

Fazit

Spiele, die  Familien und Vielspieler gleichermaßen begeistern können, sind selten. "Cascadia" ist ein solcher Fall. Simpel, spannend, mit tollem Material - ein Volltreffer.

Cascadia
Randy Flynn
Kosmos
1-4 Spieler:innen ab 8 Jahren, ca. 30-60 Minuten
ca. 35 Euro