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Smartphone als Wanderführer

Smartphone als Wanderführer

Stand: 05.09.2022, 14:50 Uhr

Wer wandert und eine Tour plant, braucht vor allem eine gute Route. Für Routen-Tipps und die Navigation unterwegs gibt es verschiedene Smartphone Apps.

Von Daniela Müllenborn


Wander-Apps – die digitale Alternative zur klassischen Karte

Für viele Outdoor-Fans gehören sie längst zur Standard-Ausrüstung: Wander-Apps. Mit ihnen kann man Wanderrouten bequem planen. Im Vergleich zur Karte bieten sie tatsächlich einige Vorteile. Blindes Vertrauen ist aber nicht ratsam!

Was können Wander-Apps?

Mit Wander-Apps kann man selbst eine Route planen oder bereits vorhandenen Routenvorschlägen nachlaufen. Neben dem Streckenverlauf bieten sie in der Regel zusätzliche Informationen über Wegbeschaffenheit, Steigungen oder Schwierigkeitsgrad.

Die Marktführer Komoot und Outdoor Active schneiden bei Stiftung Warentest als Testsieger mit „gut“ ab. Sie überzeugten die Tester zum Beispiel mit Navigationspfeilen und Sprachansagen.

Komfort kostet

Diese Funktionen lassen sich die Anbieter etwas kosten. In der Premium- bzw. in der Pro-Plus-Version pro Jahr 60 Euro. Einzelne Kartenpakete gibt es bei Komoot aber schon ab vier Euro. Die kostenlosen Versionen beider Apps leisten laut Tester nicht viel.

Kritik der Tester: Karten nicht immer aktuell

Bei vielen Apps können andere Nutzer Routen eingeben. Ähnlich wie bei Wikipedia. Diese Informationen sind mit Vorsicht zu genießen, denn die Inhalte werden nicht von offizieller Stelle geprüft.  So kann es passieren, dass es vorgeschlagene Strecken gar nicht mehr gibt, oder dass Wege möglicherweise aktuell gesperrt sind, man aber trotzdem dorthin gelotst wird.

Deshalb ist eine zusätzliche Wanderkarte im Rucksack von Vorteil. Auch bei der Angabe von Schwierigkeitsgraden kann es erhebliche Unterschiede geben, weil sie auf subjektiver Wahrnehmung beruhen.

Wander-Karten Offline nutzen

Die Route sollte - wenn möglich - schon zu Hause geplant werden. Das ist am größeren PC-Bildschirm komfortabler als unterwegs auf dem kleinen Smartphone-Display.  Die Karte kann dann auf dem Smartphone heruntergeladen und unterwegs auch offline benutzt werden.

Ein Muss im Gepäck: Zusatz-Akku

Dann kann auch nichts passieren, wenn plötzlich das Handy-Netz weggeht. Außerdem wird der Akku geschont, wenn das Smartphone nicht ständig „online“ ist, denn das zieht sehr viel Datenvolumen. Falls der Akku dennoch schlapp macht, hilft eine Powerbank, sprich: ein mobiler Zusatz-Akku.