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Lokal shoppen trotz Corona

Das Bild zeigt ein Einkaufswagen-Symbol auf einer Tastatur.

Lokal shoppen trotz Corona

Von Nico Rau

Viele Einzelhändler trifft die Corona-Krise hart. Nach Einschätzungen des Handelsverbandes Deutschland sind zurzeit 300.000 der 450.000 Geschäfte geschlossen. Viele Händler gehen jetzt kreative Wege.

  • Lokale Läden informieren über soziale Medien
  • Manche Städte bieten Übersichtsseiten, wer wo was verkauft
  • Händler liefern oft selbst aus

Viele deutsche Einzelhändler sind digital noch nicht gut aufgestellt. Fast zwei Drittel haben keinen eigenen Online-Shop. Kurzfristig ist das auch nicht zu bewerkstelligen. Deshalb gehen viele Händler neue Wege, ihre Kunden zu erreichen.

Soziale Medien für den Kundendialog

Viele Einzelhändler wenden sich über die sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram an ihre Kunden. Sie informieren darüber, dass sie trotz der Corona-Krise weiter aktiv sind und die Ware oft auch selbst ausliefern. Bei einigen Läden können die Kunden auch den Einkauf abholen. Ausliefern ist für viele Spielwarenläden, Fahrradreparatur-Shops und Buchhändler neu. Manche Händler schließen sich dafür zusammen.

Telefonberatung ist angesagt

Analog, aber beliebt: Der Kundenkontakt über das Telefon. Buchhändler empfehlen so die neuesten Bücher. Fahrradreparatur-Shops informieren über das richtige Ersatzteil. Bezahlt wird dann über Rechnung oder auf digitalem Weg. Viele kleine Händler liefern dann selber die Ware in ihrem Stadtgebiet aus.

Infos im Netz

Städte wie Essen oder Wesseling machen es vor: Sie informieren im Netz, welche Einzelhändler geöffnet haben und auf welchem Weg sie am besten erreichbar sind. Auch die Handelsplattform Ebay hat reagiert und eine lokale Suchfunktion freigeschaltet. Darüber lassen sich Einzelhändler in der Nähe finden, die über die Plattform ihre Waren verkaufen.

Gutscheine für die Zeit nach Corona

Es gibt auch Initiativen im Netz, über die Kunden sich Gutscheine von lokalen Händlern kaufen können. Die können dann nach der Corona-Krise eingelöst werden. Der Vorteil: Die Händler bekommen direkt Geld und können so länger liquide bleiben. Solche Initiativen gibt es beispielsweise in Köln.

Sicher im Netz shoppen

Wer im Internet einkaufen möchte, aber den Laden noch nicht kennt, sollte ein paar Dinge beachten. Seriöse Shops haben immer ein ausführliches Impressum mit den Angaben wie Name, Postadresse, Handelsregistereintrag und Kontaktdaten wie Email und Telefonnummer. Auch Kundenbewertungen können eine Orientierung bieten. Ebenso gibt es Testsiegel, die nur geprüfte Shops verwenden dürfen. Sie heißen beispielsweise Trusted Shops oder TÜV SÜD s@afer-shopping. Doch lassen sich diese Angaben auch fälschen. Deshalb gilt bei unbekannten Shops: Nie per Vorkasse bezahlen, weil das Geld im schlimmsten Fall weg ist. Am besten auf Rechnung. Oder per Bankeinzug oder mit der Kreditkarte, denn zur Not lässt sich das Geld über die Bank zurückbuchen.

Lokal shoppen trotz Corona

WDR 2 Servicezeit 30.03.2020 03:36 Min. Verfügbar bis 30.03.2021 WDR 2

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Stand: 30.03.2020, 11:00