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Schlaganfall – Voll aus dem Leben

Rettungswagen mit Blaulicht

Schlaganfall – Voll aus dem Leben

Von Martin Bornemeier

Der Schlaganfall gehört zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Durch eine gesunde Lebensweise lässt sich das Risiko senken. Wichtig: bei Symptomen so schnell wie möglich handeln.

Bei einem Schlaganfall sind Teile des Gehirns von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten. Die Folge: Die Zellen hier sterben ab. Ursache ist ein verstopftes Gefäß oder eine Hirnblutung. Je länger der Patient oder die Patientin nicht behandelt wird, desto gravierender sind die Folgen. Deshalb ist schnelles Handeln wichtig.

Schlaganfall – Voll aus dem Leben

Frag Dich fit 26.11.2021 28:47 Min. Verfügbar bis 28.11.2031 WDR 2


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Symptome früh erkennen

Dafür müssen allerdings die Symptome rechtzeitig erkannt werden. Beispielsweise können die Betroffenen oft nicht mehr lächeln, die Wangen aufpusten oder sie lassen einen Mundwinkel hängen – haben also irgendwie ein asymmetrisches Gesicht. Weitere mögliche Symptome: Die Arme können nicht mehr auf die gleiche Höhe angehoben werden oder es gelingt nicht, aus einer Tasse zu trinken. Wer plötzlich undeutlich spricht, Probleme hat, Worte zu finden oder andere Menschen schlecht versteht, kann ebenfalls akut einen Schlaganfall gehabt haben. In diesem Fall muss schnell ein Krankenwagen gerufen werden.

Was das Schlaganfall-Risiko erhöht

Ein Arzt misst den Blutdruck einer Patientin

Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes sind Risikofaktoren für einen Schlaganfall und sollte deshalb schnell behandelt werden

Wer raucht, Alkohol trinkt, viel Stress hat und/oder übergewichtig ist und sich wenig bewegt, hat auf jeden Fall ein höheres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Weitere Risikofaktoren sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte, Vorhofflimmern oder Diabetes. Diese Erkrankungen müssen deshalb auf jeden Fall behandelt werden. Wichtig ist dabei auch eine Änderung des Lebensstils – so schwer die auch oft fällt.

Ältere Menschen haben statistisch ein höheres Schlaganfallrisiko als Jüngere. Dennoch können sogar Neugeborene und Kinder einen Schlaganfall erleiden. Ursache kann eine Herzerkrankung oder eine Infektionskrankheit sein – aber zum Beispiel auch genetische Faktoren, etwa ein vererbtes erhöhtes Risiko für die Bildung eines Blutgerinnsels.

So läuft die Behandlung ab

Die Behandlung erfolgt in der Regel in einer Klinik mit einer sogenannten „Stroke-Unit“. Das ist eine spezialisierte Schlaganfall-Station. Mithilfe von bildgebenden Verfahren kann der Schlaganfall hier lokalisiert und die entsprechende Behandlung eingeleitet werden. Bei einem ischämischen Schlaganfall, also bei einer Durchblutungsstörung des Gehirns, wird mit Hilfe eines Blutverdünners versucht, die Verstopfung zu lösen. Auch durch einen chirurgischen Eingriff mit mechanischer Behandlung kann ein Gerinnsel entfernt werden.

Wenn eine Hirnblutung vorliegt und dadurch der Druck im Kopf erhöht ist, muss möglicherweise operiert werden. Bei dieser OP wird ein Teil des Schädelknochens entfernt, die Blutung gestillt und Blutergüsse entfernt.

Stand: 25.11.2021, 17:10