Besser schlafen – Was bei Schlafstörungen hilft

Stand: 29.10.2021, 09:38 Uhr

Wer dauerhaft schlecht schläft, gefährdet damit die eigene Gesundheit. Viele fühlen sich aber auch trotz ausreichenden Schlafs nicht ausgeruht. Ursache kann das Schlafapnoe-Syndrom sein.

Von Martin Bornemeier

Guter Schlaf ist wichtig für die eigene Gesundheit, Konzentration und Leistungsfähigkeit. Viele Menschen haben sich allerdings bereits an schlechten Schlaf gewöhnt.

Welche Folgen hat schlechter Schlaf?

Schlafmangel wirkt sich auf die Gesundheit aus | Bildquelle: WDR / picture alliance / dpa Themendie

Dabei hat Schlafmangel extrem viele Auswirkungen auf unseren Körper und unser Wohlbefinden. Schlechter Schlaf macht anfälliger für Infekte und kann auf Dauer beispielsweise zu Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen führen sowie die psychische Gesundheit beeinflussen. Auch viele Unfälle sind auf Übermüdung zurückzuführen.

Wer sich am Tag müde und antriebslos fühlt, leidet möglicherweise auch am Schlafapnoe-Syndrom. Dabei kommt es zu Atemaussetzern während des Schlafens. Das stresst den Körper enorm und der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Am nächsten Morgen fühlen sich Betroffene, als hätten sie überhaupt nicht geschlafen.

Ein Schlafapnoe-Syndrom sollte unbedingt behandelt werden. Eine Atemmaske (CPAP-Maske) während der Nacht beugt möglichen Folgeerkrankungen vor – sie gilt als Standardbehandlung.

Endlich besser schlafen – Was hilft bei Schlafstörungen? Frag Dich fit 29.10.2021 25:41 Min. Verfügbar bis 30.10.2031 WDR 2

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Auf die Schlafhygiene achten

Auf die eigene Schlafhygiene zu achten beugt Schlafstörungen vor und unterstützt bereits ergriffene Maßnahmen. Wer schnell einschlafen will, sollte vor dem Zubettgehen keinen Sport mehr treiben und am Abend auf fettreiche Ernährung verzichten. Viele trinken auch gern Alkohol, um besser einzuschlafen – der sorgt aber für einen wenig erholsamen Schlaf.

Die Mediennutzung am Abend überflutet unseren Kopf mit Reizen. Smartphones und Fernseher sollten deshalb aus dem Schlafzimmer verschwinden. Außerdem sollte der Raum dunkel und kühl sein.

Wer nicht einschlafen kann oder nachts plötzlich wach wird, sollte nicht zu lange liegen bleiben und sich herumwälzen. Es empfiehlt sich aufzustehen und etwas Ruhiges zu machen – wie zum Beispiel zu bügeln.

Helfen Schlafmittel?

Bei der Einnahme von Schlafmitteln sollte man vorsichtig sein | Bildquelle: mauritius images / BSIP

Frühestens wenn all das nicht hilft, sollte man über Schlafmittel nachdenken. Bei freiverkäuflichen pflanzlichen Schlafmitteln, die beispielsweise auf Basis von Baldrian wirken, kommen Studien mit Blick auf die Wirksamkeit zu unterschiedlichen Ergebnissen. Starke Schlafmittel, die zum Beispiel mit dem Schlafhormon Melatonin wirken, können schneller zu einer Schlafmittelabhängigkeit führen. Orientierung zu einzelnen Medikamenten bietet die Stiftung Warentest. Menschen mit Schlafstörungen sollten sich in jedem Fall von ihrem Arzt beraten lassen.