Das richtige Laptop fürs Home-Schooling

Schülerin sitzt mit Unterlagen vor Laptop und schreibt.

Das richtige Laptop fürs Home-Schooling

Von Nick von Przewoski

Teil 1

Seit Ende der Sommerferien gibt es in NRW wieder weitgehenden Präsenzunterricht an den Schulen. Aber die Sorge vieler Eltern ist groß, dass einzelne Klassen oder ganze Schulen wegen Corona erneut nach Hause geschickt werden könnten. Um von Zuhause aus am Unterricht teilnehmen zu können, brauchen die Schüler dann meist einen Laptop. Wir schauen auf die technischen Voraussetzungen.

  • Einsteigermodelle für ältere Schüler nur bedingt zu empfehlen
  • Größe und Gewicht beachten, wenn Laptop mit in die Schule soll
  • Nicht jedes Laptop eignet sich auch für alle  Computerspiele

Ab  September freuen sich viele Eltern über einen Corona-Bonus auf ihrem Konto. 300 Euro pro Kind überweist der Staat insgesamt. Und viele Familien wollen laut einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft diesen Beitrag auch direkt ausgeben. Viele Läden werben daher mit Laptops und Computer-Modellen, die nur 300 Euro kosten. Für Grundschulkinder können die schon ausreichend sein. Aber die haben ihre Grenzen, sagt Christoph Windeck vom Computer-Magazin c ́t. „Diese Geräte haben meist einen sehr kleinen Bildschirm, einen schwachen Prozessor und mit 4GB einen kleinen Arbeitsspeicher. Die eignen sich, um an einem Online-Unterricht teilzunehmen, aber nicht, um damit zu arbeiten.“

Welches Laptop sich eignet, hängt vom Alter des Kindes ab

Je älter das Kind ist, desto mehr sollte ein Laptop können. Vor allem wer zu Hause recherchiert und mehrere Programme gleichzeitig geöffnet hat, braucht einen Rechner mit einem großen Arbeitsspeicher. „Auf keinen Fall ein Arbeitsspeicher unter 4GB. Aber selbst der geht schon in die Knie, wenn man mehrere Internet-Seiten geöffnet hat und man dann an einem Video-Stream am Unterricht teilnehmen muss.“, sagt Windeck. Wer ruckelfrei und schnell arbeiten will, braucht einen Arbeitsspeicher, der mindestens 8GB groß ist.

Je größer der Bildschirm, desto schwerer wird der Laptop

Bei den Bildschirmen gilt dagegen nicht unbedingt: Je größer, desto besser. „Je mehr Zoll ein Laptop hat, desto schwerer wird es. Auch schon bei den gängigen Geräten mit 15,6 Zoll wird es für eine zierliche Person schwer, sie in den Schulranzen zu kriegen. In dieser Größenordnung wiegen die Geräte schon zwei Kilo“, sagt Windeck. Wenn ein Laptop auch mit zur Schule soll, dann empfiehlt es sich, nicht mehr als 14 Zoll zu kaufen.

Außerdem ist die Festplatte wichtig. Wenn Schüler Videodateien oder viele Dokumente auf ihrem Rechner sichern müssen, sollte das Laptop einen Massenspeicher von mindestens 128GB haben. Alternativ lässt sich das jedoch über einen USB-Stick oder eine externe Festplatte. Entsprechende Laptops gibt es für zwischen 500 und 600 Euro

Einfache Laptops oft nicht für aufwendige Spiele geeignet

Wenn Schüler mit ihren Laptops jedoch auch Computer-Spiele spielen wollen, wird es nochmals teurer. In den günstigeren Varianten sind nur schwache Grafikchips eingebaut. Außerdem benötigen viele Spiele mindestens vier Prozessor-Kerne. In günstigen Laptops sind meist nur zwei eingebaut. „Diese Notebooks eignen sich für jüngere Schüler, die nur sehr einfache Spiele ohne aufwendige Grafik zocken. Auch sogenannte Browser-Spiele klappen. Aber 3D-Games funktionieren nicht.“, so Windeck. Laptops, mit denen sich auch aufwendigere Spiele problemlos spielen lassen,  sind hier ab 900 Euro deutlich teurer.

Das richtige Laptop fürs Home-Schooling

WDR 2 Servicezeit 09.09.2020 03:06 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 WDR 2

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Stand: 08.09.2020, 17:00