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Home-Schooling: Wann sich gebrauchte Laptops lohnen

Das richtige Laptop fürs Home-Schooling -

Home-Schooling: Wann sich gebrauchte Laptops lohnen

Von Nick von Przewoski

Teil 2

Wer für sein Kind ein Laptop für ein mögliches erneutes Home-Schooling kaufen will und dabei auf ein gebrauchtes Gerät setzt, kann Geld sparen. Allerdings sollten Eltern beim Kauf einiges beachten.

  • Auf das Alter des Prozessors achten
  • Nur Geräte vom Händler haben eine Gewährleistung
  • Geräteversicherungen für Neugeräte können sich lohnen

Wer Geld sparen will und ein generalüberholtes Laptop kauft, muss vor allem auf den Prozessor achten. Jedoch ist es für Laien sehr schwer zu erkennen, aus welcher Generation das verbaute Teil stammt, sagt Hardware-Experte Christoph Windeck vom Computermagazin c´t: „Obwohl sich gar nicht die Leistung des Prozessors gesteigert hat, hat es Fortschritte beim Video-Decoding gegeben. Es geht beim Home-Schooling per Fernunterricht meist um Video-Streaming. Wenn also der Prozessor älter ist, dann sollte man darauf achten, dass ein guter Grafikchip eingebaut ist, der das kompensieren kann.“

Um zu testen, ob Videos ruckelfrei laufen, lohnt sich vor dem Kauf ein Online-Video zu schauen und zu prüfen, ob es in Full-HD laufen kann.

Ein schwacher Akku drückt den Preis

Der Akku spielt bei den gebrauchten Geräten eine geringere Rolle, wenn die nur Zuhause eingesetzt werden solle und an den Strom angeschlossen werden können. Anders sieht das aus, wenn die Kinder das Laptop auch mit zur Schule nehmen müssen. „Wenn der nur schwach ist und durch das Netzteil betrieben werden kann, geht dadurch der Preis nach unten. Dann kriegt man auch schon ein Laptop für unter 200 Euro“, so Windeck. Nach oben hin sind die Preise offen. Das hängt immer von der Qualität der einzelnen Komponenten, dem Alter und dem ursprünglichen Neupreis ab.

Auf Gewährleistung und Garantie vom Händler achten

Wer ein generalüberholtes Laptop beim Händler kauft, sollte auf jeden Fall nach einer Garantie fragen. Gesetzlich sind Händler bei den gebrauchten Geräten nur verpflichtet, eine verkürzte einjährige Gewährleistung zu wahren. Manche bieten aber einer längere Gewährleistung oder eine zusätzliche freiwillige Garantie. „Das macht auch Sinn, weil Laptop-Reparaturen immer sehr teuer sind. Es kann dann schnell passieren, dass man mit einer Reparatur schon deutlich über dem Kaufwert liegt.“, sagt Christoph Windeck. Für Käufe bei Privatpersonen gilt das nicht. Die können eine Gewährleistung ausschließen, daher empfiehlt sich eher ein Kauf beim Fachladen.

Bei Neugeräten: Versicherung prüfen

Wer die Risiken eines gebrauchten Geräts ausschließen will und stattdessen für das Kind ein Neugerät anschaffen, kann über eine Versicherung für technische Geräte nachdenken. Ein Laptop wird von den Kindern gegebenenfalls mit in die Schule genommen und kann, anders als ein feststehender Computer, sehr häufig hinfallen. Die Kinder könnten ihre Getränke auf das Laptop schütten. Oder es kann in der Schule gestohlen werden. Viele Versicherungen sichern solche Fälle ab. Zum Teil kann eine Versicherung bereits beim Kauf abgeschlossen werden. Viele Geräte lassen sich aber auch nachträglich versichern. Die monatliche Gebühr ist vom Wert des Laptops und vom Umfang der Versicherung unterschiedlich. Die Preise bewegen sich zwischen 3 Euro im Monat und einmalig 400 Euro beim Neukauf.

Home-Schooling: Wann sich gebrauchte Laptops lohnen

WDR 2 Servicezeit 09.09.2020 02:49 Min. Verfügbar bis 09.09.2021 WDR 2

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Stand: 09.09.2020, 10:20