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Cornavirus: Per App zum Impftermin

Covid-19-Impfstoff

Cornavirus: Per App zum Impftermin

Von Sebastian Moritz

Mehrere Portale im Internet versprechen Hilfe bei der Suche nach einem Impftermin gegen das Coronaviurs. Und ein Selbsttest zeigt: Es kann funktionieren.

Die Wartelisten der Hausärzte sind immer noch lang. Wer sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, braucht oft noch Geduld. Andererseits berichten manche Mediziner, dass sie gerade den Impfstoff von AstraZeneca nicht loswerden.

Genau hier setzten die Anbieter an, die im Internet bei der Suche nach freien Impfterminen helfen wollen. Das Prinzip ist meist ähnlich wie bei anderen Vermittlungsportalen: Nach Angabe einiger persönlicher Daten wie Alter, Wohnort und gegebenenfalls Vorerkrankungen vermitteln die Anbieter zwischen Impfwilligen und Arztpraxen in ganz Deutschland. Seriöse Angebote sind für Nutzer kostenlos.

Kommerzielle Anbieter

Das französische Unternehmen Doctolib hat nach eigenen Angaben so bereits mehr als drei Millionen Impftermine vermitteln. Die hohe Zahl kommt vor allem deshalb zusammen, weil der Berliner Senat die Koordination der Impftermine komplett an Doctolib ausgelagert hat.

Doch ein Selbsttest zeigt: Auch in NRW hat man über das Portal Chancen auf einen Impftermin. Impfwillige geben in der Suchmaske auf der Startseite zum Beispiel die Schlagworte „Covid 19“ und „Impfung“ sowie ihren Wohnort ein und erhalten dann eine Übersicht mit freien Terminen in der Umgebung.

Nicht alle Termine lassen sich jedoch auch für jeden buchen: Einige Praxen bieten die Impfungen nur für Patienten an, die schon einmal zu Behandlung in der Praxis waren, andere vergeben nur Termine für eine Zweitimpfung.

Vor einigen Tagen ist die Impffinder-App online gegangen, die vom Personaldienstleister Randstad entwickelt wurde. Impfwillige geben hier Postleitzahl, Mailadresse und den gewünschten Impfstoff ein. Sobald Ärzte freie Termine freischalten, erscheinen diese in der App. Die Terminbuchung ist bis zu drei Tage im Voraus möglich.

Spendenfinanzierte Initiative

In dieser Woche möchte auch das Portal „sofort-impfen“ mit der Terminvermittlung starten, die Registrierung ist schon etwas länger möglich. Innerhalb der ersten zehn Tage haben sich nach Angaben der Initiatoren bereits mehr als 700.000 Impfwillige und rund 400 Arztpraxen auf der Seite registriert. Die Initiative finanziert sich über Spenden.

NRW-Gesundheitsministerium begrüßt Initiativen

Die Verantwortlichen im NRW-Gesundheitsministerium sehen die Portale zur Vermittlung von Impfterminen grundsätzlich positiv. Man begrüße jede nicht gewinnorientierte Initiative, die dazu beitrage, das Impfgeschehen zu beschleunigen und dafür sorge, dass kein Impfstoff weggeschmissen werde, heißt es auf Anfrage. Wie sinnvoll es sei, sich bei den Portalen anzumelden, könne man jedoch nicht einschätzen. Einige Kassenärztliche Vereinigungen hingegen werben sogar bei den Praxen dafür, sich auf den Portalen zu registrieren.

Cornavirus: Per App zum Impftermin

WDR 2 Servicezeit 17.05.2021 03:35 Min. Verfügbar bis 17.05.2022 WDR 2


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Stand: 17.05.2021, 10:15