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Sommerferien: Kinder-Betreuung auf den letzten Drücker

Kinder in einem Feriencamp

Sommerferien: Kinder-Betreuung auf den letzten Drücker

Von Stephanie Grimme

In zwei Wochen ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Das bedeutet wieder ein Betreuungsproblem für Eltern. Denn Ferienprogramme werden teilweise nur reduziert angeboten.

  • Ferienbetreuung vielerorts eingeschränkt
  • Zusätzliche Lernangebote in den Ferien
  • Weitere Ferienangebote sollen kommen

Am Freitag in zwei Wochen (26.06.2020) ist der letzte Schultag vor den Sommerferien. Normalerweise atmen Eltern und Kinder auf. In diesem Jahr ist alles anders. Urlaub fällt für viele aus und Ferienbetreuungsangebote können zum Teil wegen den Corona-Maßnahmen nur reduziert angeboten werden.     

Ein Beispiel aus der Stadt Hattingen: Eigentlich war alles vorbereitet, die Ferienprogrammhefte gedruckt. Sie stapeln sich nun zu hunderten in den Büros. Denn so wie geplant werden die Ferienangebote nicht ablaufen können, sagt Cordula Buchgeister. Sie ist in Hattingen für Jugendförderung und Jugendkultur zuständig.   

Mehrtägige Ausflüge fallen aus  

Vor allem mehrtägige Ferienaktionen werden gestrichen: "Solche Sachen, wie Kanutouren mit Übernachtungen sind uns ein bisschen zu heikel", sagt sie. Zwar seien Tagesausflüge wieder erlaubt. Aber bei Busfahrten einen Abstand von 1,50 Meter einzuhalten sei organisatorisch und finanziell nicht machbar.   

Viele Städte haben in den vergangenen Wochen die Angebote durchforstet und geprüft, was unter coronabedingten Hygienevorgaben möglich ist. Einige Angebote wurden umgewandelt oder neu kreiert.

Zusätzliche Lernangebote  

Die Stadt Duisburg will das reduzierte Angebot so steuern, dass Kinder maximal eine Woche betreut werden. So sollen möglichst viele Kinder teilnehmen können. Die Städte Düsseldorf und Essen versuchen mehr Ferienangebote als üblich anzubieten, damit vor allem berufstätige Eltern entlastet werden. Die Stadt Essen hat extra ein Lagezentrum Sommerferien eingerichtet. Hier stehen nicht nur Betreuungsmöglichkeiten im Fokus. Es sollen auch Lernmöglichkeiten geschaffen werden, betont der Essener Bildungsdezernent Muchtar Al Ghusain: "Das wird ein anderer Sommer als in früheren Jahren. Deswegen brauchen wir auch mehr als nur Freizeitangebote, sondern wir brauchen echte Lernangebote: Zum Beispiel Sprachförderangebote, um auch Unterrichtsstoff wieder nachzuholen, der in den letzten Monaten zu kurz kam."   

Offener Ganztag findet in Ferien statt  

Auch das NRW-Schulministerium hat auf die Sorgen der Eltern reagiert. Anders als lange Zeit angenommen, sollen die Betreuungsangebote des Offenen Ganztags in den Sommerferien nun doch stattfinden. Soweit es personell und räumlich möglich ist, heißt es. Das Ministerium arbeite derzeit daran zudem noch zusätzliche Angebote zu schaffen.   

Auf ins Feriencamp

WDR 2 Servicezeit 12.06.2020 03:28 Min. Verfügbar bis 12.06.2021 WDR 2

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Stand: 10.06.2020, 17:30