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Vorsicht vor Fake-Shops im Internet

Das Bild zeigt eine Computertaste mit einem Einkaufswagen drauf.

Vorsicht vor Fake-Shops im Internet

Von Jörg Sauerwein

  • Schnäppchen werden teuer, wenn die Ware nicht kommt
  • Betrüger setzen oft auf Vorkasse
  • Fake-Shops nutzen auch Corona-Krise aus

Fake-Shops sind immer schwerer zu erkennen

„Ich dachte, das kann mir doch nicht passieren“, sagen Betrugsopfer, die auf Fake-Shops hereinfallen. Aber viele dieser Internetseiten sind inzwischen hochprofessionell gestaltet. Sie werben mit günstigen Preisen zum Beispiel für Kleidung, Elektronik, Sportartikel oder Heimwerkerbedarf.

Seit der Corona-Krise bieten die Betrüger auch verstärkt begehrte Produkte wie z. B. Schutzmasken oder Swimming-Pools an. Früher fielen solche Seiten schon durch Rechtschreibfehler auf oder es fehlten Impressum oder AGB. Heute lassen sich Fake-Shops auf den ersten Blick oft kaum noch von seriösen Online-Händlern unterscheiden.

Fake-Shops

WDR 2 Servicezeit 17.07.2020 03:46 Min. Verfügbar bis 17.07.2021 WDR 2

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Verbraucherzentrale rät zu sicheren Bezahlung

Die Betrüger setzen darauf, dass „Kunden“ wegen günstiger Preise unvorsichtig sind. Nach der Bestellung eines Artikels fordern sie zur Überweisung des fälligen Rechnungsbetrags auf. Die Verbraucherzentrale NRW rät, im Zweifel nie auf Vorkasse einzukaufen. Sicherer seien Lastschriftverfahren oder der Kauf per Rechnung.

Auch Bezahldienste wie PayPal oder Amazon Pay seien sicherer als Vorkasse, allerdings empfiehlt die Verbraucherzentrale, hier die Fristen zu beachten. Kommt der bestellte Artikel nicht an, muss das beim Bezahldienst nämlich innerhalb bestimmter Fristen gemeldet werden.

Wann könnte es ein Fake-Shop sein?

Wer auf einen unbekannten Online-Shop stößt, sollte vorsichtig sein. Es empfiehlt sich, den Namen des Shops mit Begriffen wie „Fake-Shop“ oder „Betrug“ zu googeln. Im Falle eines Fake-Shops finden sich im Netz häufig schon entsprechende Berichte. Wenn Prüfsiegel auf der Seite sind, sollten die beim Klick auf das Logo auch auf die Seite der Prüfstelle führen, um die Echtheit des Zertifikats überprüfen zu können.

Genauso ratsam ist es, Symbole von Facebook, Twitter oder Instagram anzuklicken und zu sehen, ob der Shop dort tatsächlich vertreten ist. Wer immer noch Zweifel hat, kann auch die Service-Telefonnummer des Shops anrufen und prüfen, ob sich tatsächlich jemand meldet, bzw. wie die Mitarbeiter auf einen Anruf reagieren.

Im Betrugsfall kaum eine Chance auf „Geld zurück“

Wer trotzdem auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, hat in der Regel nur geringe Chancen, sein Geld zurückzubekommen. Überweisungen lassen sich nur rückgängig machen, wenn das Geld nicht schon beim Empfänger angekommen ist. Häufig werden für die Zahlungsabwicklung ausländische Konten verwendet oder aber Konten auf den Namen unbeteiligter Dritter eröffnet, die gar nichts davon wissen. Trotzdem raten Verbraucherzentrale und Polizei im Betrugsfall immer zu einer Anzeige.

Stand: 17.07.2020, 10:48