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Bluthochdruck und Burnout – Wenn Stress uns krank macht

Stand: 24.02.2022, 13:21 Uhr

Arbeit, Termine, Haushalt: All das macht uns Stress. Zu viel davon macht uns auf Dauer krank. Stress kann uns aber manchmal auch helfen.  

Von MIchelle Olion

Wenn wir Stress empfinden, produziert unser Körper auch Stresshormone: Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Die Adern werden verengt, die Muskeln pumpen sich auf und das Herz schlägt schneller. Wir sind – evolutionär betrachtet – bereit für den Kampf, beziehungsweise für die Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Ist die Aufgabe dann gelöst, fällt das Cortisol wieder ab, der Hippocampus schickt dem Körper das Signal: „Du darfst entspannen.“ Deshalb ist Stress nicht immer schlecht. Er kann uns auch anspornen und uns helfen, schwierige Aufgaben zu meistern.

Bluthochdruck und Burnout - Wenn Stress uns krank macht

Frag Dich fit 25.02.2022 29:15 Min. Verfügbar bis 27.02.2032 WDR 2


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Stress und Krankheiten

Problematisch wird es, wenn wir unter Dauerstress stehen und keine Zeit für eben diese Entspannung haben. Die Stresshormone überwiegen, es besteht kein Gleichgewicht mehr zwischen An- und Entspannung. Der Körper meldet uns das, indem wir krank werden. Es kann zu Schlafstörungen und innerer Unruhe kommen, aber auch zu Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und sogar zu erhöhten Leberwerten.

Endstation Burnout

Viele Menschen leiden auch unter dem so genannten „Burnout“. Für den gibt es eigentlich noch keine wirkliche Definition. Es handelt es sich um eine Zusammenfassung einer körperlichen und geistigen Erschöpfung nach einer lang andauernden Periode von negativem Stress. Wichtig ist dann, sich eine Auszeit zu nehmen und zu entspannen. Aus einem Burnout kann eine Depression entstehen, die Symptome von Burnout und Depression ähneln sich aber auch. Eine richtige Diagnose ist deshalb sehr wichtig für die passende Therapie.

Hilft Sport beim Stressabbau?

Joggen, Tanzen oder Yoga – jeder Sport eignet sich wunderbar, um Stress abzubauen. Wir fallen in eine Art Trance, wenn wir trainieren und Spaß daran haben. Der Körper schüttet Endorphine aus, die perfekten Gegenspieler zu den Stresshormonen. Außerdem atmen wir besser und tiefer, wenn wir Sport treiben, meistens durch die Nase. So bildet sich in den Nasennebenhöhlen Stickstoffmonoxid, das wiederum unsere Gefäße weitet und den Blutdruck senkt.

Resilienz lernen

Um mit stressigen Situationen besser umgehen zu können, brauchen wir eine gewisse Resilienz. Ob diese Resilienz erlernt werden kann oder angeboren ist, darüber streitet auch die Wissenschaft. Bei einer guten Stressbewältigung spielen viele Faktoren zusammen, beispielsweise die Eigen- und Fremdwahrnehmung, aber auch die Einstellung und das Selbstvertrauen in die eigene Arbeit.