Antientzündliche Ernährung – Können wir uns gesund essen?

Zahlreiche Obst- und Gemüsesorten auf einem Haufen

Antientzündliche Ernährung – Können wir uns gesund essen?

Von Michelle Olion

Fisch und Brokkoli statt Schmerztablette? Bei vielen Krankheiten ist eine antientzündliche Ernährung sinnvoll. Generell sollte man von einigen Leckereien lieber die Finger lassen.

Überall in unserem Körper gibt es Entzündungen. Das ist normal und nicht besorgniserregend. Diese Entzündungen können aber durch bestimmte Lebensmittel befeuert werden. Das passiert zum Beispiel, wenn wir jeden Tag Wurst oder rotes Fleisch essen, denn das enthält Arachidonsäuren, die die Entzündungen verstärken. Auf Dauer können so unter anderem unsere Gefäße verkalken und das Krebsrisiko kann sogar steigen.

Antientzündliche Ernährung - Kann Essen Krankheiten heilen?

Frag Dich fit 12.11.2021 25:33 Min. Verfügbar bis 14.11.2031 WDR 2


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Wie gesundes Essen unseren Körper stärkt

Die gute Nachricht: Das Ganze funktioniert auch andersherum. Es gibt Lebensmittel, die Entzündungen im Körper hemmen, nämlich alles, was sekundäre Pflanzenstoffe enthält. Dazu gehören vor allem Gemüse. Brokkoli, Rosenkohl, Kürbis, aber auch viele Obstsorten wie Äpfel und Birnen. Wenn wir diese Lebensmittel essen, docken die sekundären Pflanzenstoffe in unserem Körper an, entfalten ihre Wirkung und lindern die Entzündungen.

Brokkoli in der Chemotherapie?

Brokkoli auf Gabel

Brokkoli kann den Heilungsprozess unterstützen

Nahrung – wie gesund sie auch sein mag – kann nie vollständig heilen. Sie kann aber den Heilungsprozess, zum Beispiel bei einer Chemotherapie, enorm unterstützen. So gibt es eine Studie, die belegt, dass Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs davon profitieren, während der Therapie viel Brokkoli in den Speiseplan einzubauen. Durch die vielen darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe kann unter Umständen die Krebsweiterentwicklung zusätzlich gehemmt werden.

Migräne mit Omega-3-Fettsäuren bekämpfen

Auch im Alltag kann eine antientzündliche Ernährung helfen. Wer häufig unter Kopfschmerzen und Migräne-Attacken leidet, sollte zu Lebensmitteln greifen, die viele Omega-3-Fettsäuren enthalten, zum Beispiel Fisch. Diese ungesättigten Fettsäuren wirken in unserem Körper ebenfalls entzündungshemmend und können die Häufigkeit von Migräne-Attacken nachweislich verringern.

Mit Hühnersuppe durch den Herbst

Ein Suppenlöffel mit Suppe, deren Buchstabenförmige Nudeln das Wort "Suppe" zeigen.

Hühnersuppe hilft bei Erkältungen

Auch antientzündliche Ernährung hat ihre Grenzen. Obwohl es für uns alle im kalten und regnerischen Herbst eine Erleichterung wäre: Erkältungen kann man leider nicht einfach „wegessen“. Die klassische Hühnersuppe enthält aber immerhin auch entzündungslindernde Stoffe. Die Wärme sorgt zusätzlich dafür, dass die Gefäße sich weiten und der Körper diese Stoffe schneller transportieren kann.

Stand: 11.11.2021, 15:28